- 16.05.2008, 11:33:25
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FVMI: Treibstoffmarkt ist einer der transparentesten Märkte
Auf und Ab an den Zapfsäulen folgt den Produktenpreisen in Rotterdam / Volatiles Marktverhalten resultiert aus starkem Wettbewerb
Wien (OTS) - "Treibstoffe sind besonders preistransparente
Produkte. Die aktuellen Preise passen sich den Marktveränderungen
rasch an und sind für die Konsumenten sowie die Mitbewerber im
Vorbeifahren an den Tankstellen deutlich wahrnehmbar", erklärt Dr.
Christoph Capek, Geschäftsführer des Fachverbandes der
Mineralölindustrie (FVMI).
Alle Versorgungsverträge der Mineralölunternehmen basieren auf den
Rotterdamer Notierungen und werden daher diesen angepasst. Ebenso
werden Preiserhöhungen und Preissenkungen am Rotterdamer Markt nach
einem kurzen Marktbeobachtungszeitraum an die österreichischen
Autofahrer weitergegeben.
Das volatile Marktverhalten und zum Teil beträchtliche
Preisunterschiede beweisen, dass es in Österreich keinen Mangel an
Wettbewerb gibt. Der harte heimische Verdrängungswettbewerb in einem
nicht mehr wachsenden Tankstellenmarkt zwingt die
Mineralölunternehmen immer wieder zu substanzgefährdenden
Preisunterbietungen. Österreichweit differierende und im regionalen
Wettbewerb sich schnell verändernde Preise spiegeln den Kampf um
Marktanteile wider. Durch die vielen Einflüsse kommt es zu einem
unterschiedlichen Bild der Preise in ganz Österreich. Die
Preislandschaft verändert sich ständig: Sogenannte Preistrichter
füllen sich mit der Zeit wieder auf, während sich in anderen Regionen
neue Preistrichter bilden.
Rund die Hälfte des Spritpreises geht an den Fiskus
Der Großteil des Treibstoffpreises wird durch Steuern und Abgaben
bestimmt. Der Steueranteil am Benzinpreis aus Mineralöl- und
Umsatzsteuer belief sich zuletzt auf rund 67 Cent pro Liter oder 52
Prozent. Ohne Steuern kostete der Liter Eurosuper an den Tankstellen
etwa 60 Cent und der Liter Dieselkraftstoff 70 bis 73 Cent. Die
Nettopreise in Österreich - d.h. ohne Umsatz- und Mineralölsteuer -
gehören somit trotz aufwendigerer Logistik zu den günstigen in
Westeuropa. Der zweitwichtigste Faktor ist der auf den
Produktenbörsen weltweit vorgegebene Preis für Fertigprodukte, in
Europa vorwiegend der Rotterdamer Markt, wo täglich die aktuelle
Angebots- und Nachfrageentwicklung den Preis für alle Marktteilnehmer
bestimmt.
Österreichische Autofahrer tanken im EU-Vergleich günstig
Nicht nur in den Nachbarländern Italien und Deutschland tanken die
Autofahrer teurer als in Österreich. Wöchentliche EU-weite
Preisvergleiche bescheinigen dem österreichischen Markt derzeit
Pumpenpreise, die bei Benzin in der Regel um 9 bis 10 Cent und bei
Diesel um 3 bis 5 Cent unter dem EU-Durchschnitt liegen.
Über den FVMI
Der Fachverband der Mineralölindustrie (FVMI) ist eine bundesweite
Fachorganisation im Bereich der Wirtschaftskammer Österreich und als
gesetzliche Interessenvertretung Bindeglied zwischen Wirtschaft und
Öffentlichkeit. Mitglieder sind österreichische Unternehmen, die
Rohöl aufsuchen und fördern (upstream), in Pipelines transportieren
(midstream) und in eigenen oder konzernverbundenen Raffinerien
verarbeiten sowie Mineralölprodukte vertreiben (downstream).
Rückfragehinweis:
Pressestelle Fachverband der Mineralölindustrie ikp - Kommunikationsplanung und Öffentlichkeitsarbeit Mag. Maria Wedenig Liechtensteinstraße 12/10 1090 Wien Tel.: +43 1 5247790-16 mailto:[email protected]
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