- 13.05.2008, 12:15:14
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Ein gelungenes Experiment - Das Forschungsinstitut für Molekulare Pathologie wird 20

Wien (OTS) - Mit der Eröffnung des Forschungsinstituts für
Molekulare Pathologie (IMP) im Mai 1988 wurde der Grundstein für die
erfolgreiche Entwicklung des Campus Vienna Biocenter gelegt. Das
Wiener Grundlagen-Forschungsinstitut von Boehringer Ingelheim feiert
sein zwanzigjähriges Bestehen mit einer wissenschaftlichen Konferenz
und einem Alumni-Treffen.
Am 15. und 16. Mai steht die Wiener Hofburg ganz im Zeichen der
molekular¬biologischen Forschung. Vor 650 Zuhörern referieren
ehemalige und derzeitige IMP-Forscher sowie Mitglieder des
wissenschaftlichen Beirats über ihre aktuellen Forschungsprojekte.
Unter den Eröffnungsrednern sind Bundesminister Johannes Hahn und
Bürgermeister Michael Häupl sowie Gründungsdirektor Max L. Birnstiel.
Die Zutaten des Erfolgs
Prof. Birnstiel hatte im Jahr 1986 die Aufgabe übernommen, das IMP
als Exzellenzzentrum der molekularen Biowissenschaften aufzubauen.
Dass Wien als Standort für das ursprünglich als joint venture der
Firmen Genentech (USA) und Boehringer Ingelheim (Deutschland)
geführte Institut gewählt wurde, hing unter anderem mit der erklärten
Unterstützung durch Bund und Stadt Wien zusammen. Innerhalb nur eines
Jahres wurde durch die Architekten Häfeli, Streiff und Podsedensek
eine Industrieanlage in St. Marx zu einem funktionellen
Institutsgebäude umgebaut. Im Mai 1988 konnte das IMP von den
mittlerweile rekrutierten Forschungsgruppen bezogen werden. Auf den
Schweizer Biologen Max Birnstiel folgte 1997 der britische Genetiker
Kim Nasmyth als Direktor. Seit 2006 leitet der australische
Neurobiologe Barry Dickson das Institut.
Mit der starken Internationalität, der Orientierung an höchsten
Exzellenzkriterien und einer regelmäßigen Evaluierung brachte das IMP
in den Achtzigern eine neue Dimension in die österreichische
Forschungs¬landschaft. In den vergangenen zwanzig Jahren entwickelte
es sich zu einer weltweit beachteten Institution und einem der
erfolgreichsten europäischen Institute auf dem Gebiet der
Molekularbiologie. Die mittlerweile knapp 200 Wissenschaftler
publizieren jährlich 80 bis 100 Forschungsarbeiten in Fachjournalen.
Seit der Gründung sind mehr als 1500 wissenschaftliche Arbeiten
erschienen und 90 Patente angemeldet worden. Zahlreiche Preise und
Auszeichnungen, darunter vier Wittgenstein-Preise, würdigen die hohe
Qualität der Forschung.
Zu den Erfolgsfaktoren, die mittlerweile auch für weitere
derartige Zentren zum Vorbild wurden, zählen eine schlanke
Administration, zentral organisierte wissenschaftliche
Serviceeinrichtungen und insbesondere die befristeten Verträge der
Forscher, die einen kontinuierlichen Nachschub an neuen Ideen und
Projekten gewährleisten. Die Förderung des wissenschaftlichen
Nach¬wuchses ist ein zentrales Anliegen des IMP. Seit fünfzehn Jahren
werden Doktoranden aus aller Welt im Rahmen eines internationalen
PhD-Programms ausgebildet, das in Kooperation mit universitären
Einrichtungen durchgeführt wird. Mehr als 200 junge Wissenschaftler
starteten auf diese Weise ihre Forscherkarriere am IMP.
Von der Radiofabrik zum Campus
Zu den Universitätsinstituten, die seit 1992 neben dem IMP
angesiedelt sind (heute Max F. Perutz Labors), bestanden von Anfang
an enge Kontakte. Als Vienna Biocenter teilten sich die beiden
Einrichtungen Teile der Gebäude-Infrastruktur. Auf eine gemeinsame
Initiative geht auch die Gründung des ersten Spin-off Unternehmens,
des Impfstoffentwicklers Intercell, zurück. Dem mittlerweile an der
Börse notierten Unternehmen folgten rasch weitere Firmengründungen
und -ansiedlungen, die mehrere bauliche Erweiterungsphasen nach sich
zogen.
Heute ist der Standort als "Campus Vienna Biocenter" eines der
dynamischsten Zentren für biotechnologische Forschung und Entwicklung
in Zentraleuropa. Gegenwärtig sind rund 1100 Angestellte und etwa 600
Studenten am Campus VBC beschäftigt. Er vereint akademische und
private Forschungsinstitute, innovative Unternehmen und Vereine sowie
eine Fachhochschule. Die österreichische Akademie der Wissenschaften
hat mit den zwei Instituten IMBA und GMI ihre molekularbiologische
Forschung ebenfalls am Campus VBC konzentriert. Mit dem IMBA -
Institut für Molekulare Biotechnologie ist das IMP über einen
Kooperationsvertrag besonders eng verbunden.
Breite Themenpalette und regelmäßige Evaluierung
Forschen an vorderster Front bedeutet auch Internationalität,
Wettbewerb und dynamische Veränderung. Am IMP sorgt ein externer
wissenschaftlicher Beirat für den kritischen Blick von außen.
Stetiges Nachjustieren der Methoden und Inhalte haben die
Themenbreite des einst auf Krebsforschung spezialisierten Instituts
aufgefächert. Derzeit werden vor allem Fragestellungen aus den
Bereichen der Zellbiologie, der Neurowissenschaften und der
molekularen Krankheitsentstehung bearbeitet.
Die Wissenschaftler sind in der Wahl ihrer Projekte unabhängig,
alle Forschungsergebnisse werden veröffentlicht. Boehringer Ingelheim
hat das Recht, die Erkenntnisse kommerziell zu nutzen. Das
international tätige Unternehmen im Privatbesitz kommt für etwa zwei
Drittel des laufenden Forschungsbudgets auf. Weitere Mittel werden
von lokale, nationalen und europäischen Fördereinrichtungen
eingeworben, insbesondere durch FWF, FFG, WWTF, ZIT, EU und ERC. Am
IMP sind derzeit 228 Personen aus über 30 Nationen beschäftigt.
Die Konferenz findet am 15. und 16. Mai jeweils von 9 bis 18.30
Uhr im Wiener Kongresszentrum Hofburg statt. Aus Kapazitätsgründen
nehmen nur geladene Gäste teil. Vertreter der Medien sind
ausdrücklich zur Teilnahme eingeladen.
Das Programm sowie weitere Informationen finden Sie unter
http://www.imp.ac.at/20yearsimp/program/
Rückfragehinweis:
Dr. Heidemarie Hurtl
IMP Communications
Tel.. +43 1 79730-3625
Mobil: +43 664 8247910
mailto:[email protected]
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