Hornek: Regionale Wertschöpfung und CO2 Einsparung durch Ökostrom anstatt zusätzlichen Atomstrom

Unqualifizierter Kritik am vorliegenden Ökostromgesetz von AK-Direktor Muhm passt in die Kette der AK-Wirklichkeitsverweigerung beim Klimaschutz

Wien (ÖVP-PK) - Wer die Erzeugung von Ökostrom im Inland schlecht redet, muss sich auch mit den Alternativen befassen. Wenn inländischer Ökostrom nicht mehr produziert werden darf, müsste zwangsläufig mehr Atomstromimporte in Kauf genommen werden müssen. So würde etwa der Verzicht auf heutige und zukünftige Stromerzeugung aus Biogas bedeuten, dass jährlich 1000 GWh zusätzlich importiert werden müssten. Dies entspricht der Stromproduktion eines Donaukraftwerks. Wer für Biogasstrom ist, kann auf den Donaukraftwerksausbau verzichten. Das erklärte ÖVP-Abg. Erwin Hornek heute, Donnerstag. ****

Hornek weiter: "Diese Konsequenzen sind Herrn Direktor Muhm offenbar nicht bewusst. Wenn sich Muhm für die Atomstromlobby stark macht, dann soll er es unverblümt sagen, anstatt in kurzsichtiger Art und Weise sichere Ökostromerzeugung für Österreich, regionale Wertschöpfung und verlässliche C02 Einsparung zu kritisieren. Die Produktion in Österreich sichert Arbeitsplätze."

(Öko)Stromerzeugung ist Thema der regionalen Wertschöpfung und Energiepolitik

"Wo sind die Kommentare der Arbeiterkammer zum Skandal dieser Tage?", fragt Hornek. "Der Ölpreis steigt in Rotterdam, Öl aus österreichischer Förderung wird uns zum teuren Preis verkauft. Geht das Jahr so weiter, verdient die OMV nur an der Förderung österreichischen Erdöls im Jahr 2008 mehr als 350 Millionen Euro, ohne moralische Bedenken und ohne Innovation im Klimaschutz."

Die OMV steigert ihren Gewinn vor Steuern im ersten Quartal 2008 um 55 Prozent auf 800 Millionen Euro. Die "Hauptursache" für diese satten Gewinnsteigerungen sind laut Hornek in den höheren Preisen für (fossile) Treibstoffe zu finden, die der Autofahrer bezahlt. "Über diese Gewinne freuen sich einige wenige, mit Sicherheit haben der Klimaschutz und eine regionale, krisensichere Energieversorgung aber wenig davon", gibt Hornek zu bedenken.

"Offensichtlich ist Direktor Muhm hier mit Scheinaktivitäten beschäftigt. Das Problemfeld des enormen Kaufkraftabflusses durch immer weiter steigende Ölimporte hat sich noch nicht bis in die Arbeiterkammer herumgesprochen. Die Ökostromerzeugung ist nicht erstrangiges Anliegen der Landwirtschaft sondern der regionalen Wertschöpfung im allgemeinen und der nachhaltigen Energiepolitik im speziellen", so Hornek abschließend.
(Schluss)

Rückfragen & Kontakt:

Pressestelle des ÖVP-Parlamentsklubs
Tel. 01/40110/4432
http://www.oevpklub.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | VPK0010