- 08.05.2008, 12:59:07
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Mikroalgen - die neue Schlüsseltechnologie des 21. Jahrhunderts
Wien (OTS) -
Dipl.-Ing. Josef Plank
Österreichischer Biomasse-Verband
Die sofortige Einführung der Mikroalgenproduktions- und
Verwertungstechnologie als neue zentrale Schlüsseltechnologie fordert
Dipl.-Ing. Josef Plank vom Österreichischen Biomasse-Verband
anlässlich des Vortrages von Prof. Dr. Otto Pulz vor dem Club
Niederösterreich.
Die US-Versuche in Arizona im Sommer 2007 haben erstmals in einem
3-wöchigen Praxistest erwiesen, dass Mikroalgenkulturen unter
optimalen Wachstumsbedingungen 10 bis 25 Mal mehr Sonnenenergie
speichern als Landpflanzen. Bis 10 % der eingestrahlten Sonnenenergie
werden dabei in speicherbare Biomasse umgewandelt. Im Vergleich dazu
nutzen Landpflanzen nur 0,5 bis 1 % der Sonnenenergie für die
Biomasseproduktion aus. Dies entspricht Hektarerträgen von 200 bis
400 Tonnen Biomasse bei den Mikroalgenkulturen gegenüber 10 bis 30
Tonnen bei der Landpflanzennutzung.
Mikroalgenarten können aber auch für den pharmazeutischen Sektor,
für die Lebens-mittel- und Eiweißfutterproduktion und für eine große
Anzahl von Chemierohstoffen herangezogen werden. Teilweise geschieht
dies im pharmazeutischen Sektor und im Lebensmittelsektor bereits.
Mikroalgen sind daher eine Schlüsseltechnologie zur Lösung der
globalen Energie-, Klima-, Ernährungs- und Umweltprobleme. Dipl.-Ing.
Plank fordert daher die Verantwortlichen auf, die Entwicklung der
Mikroalgenproduktionstechnik und Verwertungstechnik zu einem
Schlüsselthema der Technologieforschung und Entwicklung zu machen.
Ähnlich wie z. B. der Nanotechnologie deckt die Mikroalgenproduktion-
und Verwertungstechnik ein breites Verfahrenstechnikspektrum auf, das
für eine nachhaltige Wirtschaft dringend notwendig ist.
Steigende Ölpreise, steigende Klimaschutzerfordernisse sowie
steigende Nahrungs- und Futtermittelproduktionserfordernisse unter
den Bedingungen einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft werden rasch
zu einer weltweiten wettbewerbsfähigen Mikroalgenproduktion führen.
Limitierender Faktor für diese Produktion ist nicht mehr die
Energie von der Sonne, sondern das erforderliche Nährstoffangebot.
Bei der Entwicklung dieser Systeme muss daher von vornherein auf
möglichst geschlossene Nährstoffkreisläufe geachtet werden. Dies ist
auch für die CO2-Zertifizierung wichtig. Die Umwandlung der
Algenbiomasse in Treibstoffe und Strom ist der zweite notwendige
Verfahrensschritt, den es zu entwickeln und optimieren gilt.
Rückfragehinweis:
Gabriele Gober Club Niederösterreich Bartensteingasse 4/16, 1010 Wien Tel: (01) 533 84 01 Fax: (01) 533 84 01-20 mailto:info@clubnoe.at http://www.clubnoe.at
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