- 08.05.2008, 12:32:31
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VGT präsentiert erschütternde Fakten zu Langzeit-Tiertransporten aus Österreich nach Italien. Bei den Recherchen wurden Aktivist_innen mehrfach lebensgefährlich bedroht!
Wien (OTS) - In den letzten Tagen haben mehrere Recherche-Teams
des Verein Gegen Tierfabriken VGT Tiertransporte ganz junger
Saugkälber aus der österreichischen Milchwirtschaft in den Süden
Europas verfolgt und dokumentiert.
Fotos und Filme sind im VGT-Büro erhältlich.
Tel.: 01-9291498, Emial: office@vgt.at
ausführlicher Bericht und Fotos unter:
http://www.vgt.at/presse/news/2008/news20080508.php
Das erschütternde Endziel vieler dieser Kälber nach gut 35 Stunden
Fahrt waren dunkle Masthallen bei Verona in Italien, wo die Jungtiere
in winzige Boxen gekettet und mit Milchaustauschern gefüttert werden,
um unnatürlich weißes Kalbfleisch zu produzieren. Diese Haltung ist
so grausam und tierquälerisch, dass sie bereits in der gesamten EU
verboten wurde.
Um einen hohen Milchfluss zu erhalten, werden die Milchkühe jedes
Jahr gezwungen, eine Schwangerschaft und eine Geburt durchzumachen.
Vor allem die männlichen der so "produzierten" Kälber aus der
Milchindustrie sind vom Standpunkt der österreichischen
Landwirtschaft "überflüssig" und werden deshalb exportiert. Jede
Woche in der Nacht auf Montag sammeln Tiertransporter die Kälber in
Ostösterreich ein und bringen sie nach gut 10 Stunden Fahrt zum
Salzburger Nutzviehmarkt nach Bergheim. Dort werden diese Tierkinder,
die dabei ununterbrochen nach ihren Müttern schreien, auf
italienische Tiertransporter verladen. Via Bozen in Südtirol kommen
sie dann mit Langstreckentransportern, die auf 3 Etagen jeweils ca.
250 Kälber geladen haben, in verschiedene Orte in Italien, zum Teil
nach einer Fahrt von insgesamt 35 Stunden.
Ein Transport von etwa 14 Tage alten österreichischen Kälbern endete
in einem Kalbfleisch-Mastbetrieb bei Verona.
VGT-Obmann DDr. Martin Balluch, der selbst vorort war, kommentiert
die Erlebnisse: "Das Schicksal dieser Kälber, dieser "Ausschussware"
der Milchindustrie, muss jeden Menschen erschüttern. Schon in den
ersten Lebenstagen von der Mutter getrennt, werden die Tierkinder
unter Schreien mit Stöcken getrieben und in Transportfahrzeuge
gepfercht. Nach 35 Stunden ohne adäquate Tränken und Nahrung, landen
sie in winzigen Boxen, ohne Stroh, auf Vollspaltenboden, an einer
kurzen Kette. Ca. 80.000 österreichische Kälber jährlich erleiden
dieses Schicksal! Tiertransporte vor allem von Tierkindern sind eine
derart unaussprechliche Tierquälerei, sie gehören sofort verboten!"
Die Transporteure scheuen auch nicht davor zurück, Gewalt gegen
Tierschutz-AktivistInnen anzuwenden, um das Aufdecken ihrer
Machenschaften zu verhindern.
So konnten Leute vom Nutzviehmarkt Bergheim nur mit Mühe daran
gehindert werden, mit einer Motorsäge den auf öffentlichem Grund
befindlichen Baum umzuschneiden, auf dem ein Aktivist die Verladung
der Kälber filmte. Wäre der bereits halb durchgesägte Stamm gefallen,
hätte der Aktivist das nicht überlebt. Die italienischen
Transporteure griffen filmende AktivistInnen mit Stöcken an und
schlugen eine Frau zu Boden. Auf der italienischen Autobahn versuchte
ein Tiertransportfahrer mit seinem voll beladenen LKW im
Rückwärtsgang ein Auto des VGT zu rammen. Zusätzlich riefen die
Tiertransporteure in Italien die Polizei und erzählten den Beamten
offenbar Schauergeschichten drohender Gewalt, sodass diese die Autos
der TierschützerInnen stoppten und sie unter vorgehaltener Pistole
zum Aussteigen zwangen.
Der VGT hat sowohl den EU-gesetzwidrigen Kälbermastbetrieb, als
auch die gewalttätigen Tierhändler und Tiertransporteure, bei den
zuständigen Behörden angezeigt.
Rückfragehinweis:
VGT - VEREIN GEGEN TIERFABRIKEN
DDr. Martin Balluch
Tel.: 0676-720-39-54, mailto:martin.balluch@vgt.at
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