- 01.05.2008, 12:56:40
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Bayr kritisiert Molterer zu EZA: Angesichts drohender Hungerkrise ist Geiz und Ignoranz unangebracht und unmenschlich
Plassnik aufgefordert, Molterer zur Einhaltung der internationalen Zusagen zu bewegen
Wien (SK) - "Bis zu einer Milliarde Menschen sind aktuell von
Hunger bedroht und Österreichs Finanzminister Molterer ist nicht
einmal bereit, die internationalen Zusagen für die Mittel der
Entwicklungszusammenarbeit (EZA) bereitzustellen", kritisierte die
SPÖ-Entwicklungssprecherin Petra Bayr am 1. Mai gegenüber dem
SPÖ-Pressedienst. "Gerade eben hat UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon die
internationale Staatengemeinschaft aufgerufen, mehr Mittel gegen
Hunger und Unterernährung bereitzustellen - und ein UN-Krisenstab
gegen die Welternährungskrise wurde ins Leben gerufen. Jetzt ist es
Zeit zu helfen, Geiz und Ignoranz sind absolut unangebracht und
unmenschlich", erinnerte die SPÖ-Entwicklungssprecherin Wilhelm
Molterer an seine christlichen Wurzeln. ****
Es sei außerordentlich enttäuschend und dem Ruf Österreichs vor
der internationalen Gemeinschaft abträglich, wenn Finanzminister
Molterer die internationalen Zusagen bei der
Entwicklungszusammenarbeit nicht einzuhalten gedenkt. "Gleichzeitig
will sich Österreich um einen Sitz im UNO-Sicherheitsrat bemühen,
dieses Verhalten ist ausgesprochen peinlich und unser Land wird
international an diesem Verhalten gemessen", zeigte sich die
SPÖ-Entwicklungssprecherin enttäuscht. Gerade im Hinblick auf die
Nahrungsmittelkrise, wo bis zu einer Milliarde Menschen von Hunger
bedroht sind, sei es absolut nicht angebracht zu knausern, dies sei
unverantwortlich und unmenschlich. "Ich fordere auch die
Außenministerin auf, beim Finanzminister Druck zu machen, dass es in
den Budgets 2009 und 2010 das versprochene Geld für die
Entwicklungszusammenarbeit gibt, um die internationalen Finanzzusagen
zu erreichen. Diese sind inhaltlich eng mit der Erreichung der
Millenium Developement Goals verknüpft, das muss auch Frau Plassnik
wissen", schloss Bayr. (Schluss) gd
Rückfragehinweis:
SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Tel.: 01/53427-275,
Löwelstraße 18, 1014 Wien, http://www.spoe.at/online/page.php?P=100493
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