vida-Vorsitzender Kaske: "Jetzt geht es ohne Rauch auch"

Sozialpartnereinigung und Vorschläge an die Regierung

Wien (vida/ÖGB) - "In Zukunft heißt es für das Servicepersonal:
Ohne Rauch geht's auch - ohne finanzielle Verluste", freut sich Rudolf Kaske, Vorsitzender der Verkehrs- und Dienstleistungsgewerkschaft vida, bei einer Pressekonferenz am Montag, dem 28. April 2008, gemeinsam mit Kommerzialrat Helmut Hinterleitner, dem Obmann des Fachverbandes Gastronomie in der WKÖ. In nur zwei Wochen haben die Sozialpartner ein Paket zum ArbeitnehmerInnenschutz, im Speziellen NichtraucherInnenschutz, für Tourismusbeschäftigte erarbeitet. Kaske: "Diskussionen über räumliche Trennung oder Quadratmeterregelungen haben dabei keine Rolle gespielt - das ist Sache der politisch Verantwortlichen."++++

Der vida-Vorsitzende teilt die Sozialpartnereinigung in zwei Pakete, von denen das erste in den aktuellen Kollektivvertrag einfließen wird und das zweite als Empfehlung an die Regierung gedacht ist: "Im Kollektivvertrag wird die Wahlfreiheit des Arbeitsplatzes abgesichert. Wer kündigt, weil er oder sie nicht mehr im Rauch arbeiten will, bekommt die Abfertigung im gesetzlichen Ausmaß. Lehrlinge sollen - wenn möglich - im NichtraucherInnenbereich ausgebildet werden, und Beschäftigte sollen die Möglichkeit haben, diagnostische Maßnahmen und Untersuchungen im Zusammenhang mit Passivrauchen zu besuchen."

Die Regierung soll nach Wunsch der Sozialpartner Erkrankungen, die durch Passivrauchen verursacht werden - wie chronische Bronchitis, Lungenkarzinom und COPD - in die Liste der Berufskrankheiten aufnehmen. Das Mutterschutzgesetz muss geändert werden, und auch beim Arbeitslosenversicherungsgesetz regen die Sozialpartner eine Ergänzung an: "Beendet ein Arbeitnehmer sein Arbeitsverhältnis aufgrund Gesundheitsgefährdung durch Passivrauchen, so ist ihm ein tabakrauchbelasteter Arbeitsplatz unzumutbar im Sinne des Paragraph 9 Arbeitslosenversicherungsgesetz." Kaske abschließend: "Dank der Unterstützung zahlreicher ExpertInnen haben wir mit unserem Sozialpartner in kürzester Zeit eine vernünftige Lösung erarbeitet. Am 1. Mai können sich die Beschäftigten im Tourismus auch über ordentliche Lohnerhöhungen in der Höhe von 3,4 Prozent freuen." (kk)

ÖGB, 28. April 2008 Nr. 257

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