• 25.04.2008, 09:53:13
  • /
  • OTS0067 OTW0067

Plagiata: Original und Fälschung

Eine Ausstellung der aws zu Produktpiraterie

Wien (OTS) - Unter dem Ausstellungstitel "Plagiata" zeigt die
Förder- und Finanzierungsbank austria wirtschaftsservice bis Ende Mai
wieder Originalprodukte und Produktfälschungen im direkten Vergleich.
"Original und Plagiat sind oft kaum bis nicht unterscheidbar", so
Georg Buchtela, Abteilungsleiter Patent- und Lizenzmanagement der
aws. "Mit der Ausstellung wollen wir zur
Bewusstmachung der Bedrohungen durch Produktfälschungen beitragen".
Die Exponate zu dieser Ausstellung werden von Firmen, die von der aws
bzw. vom Verein Plagiarius betreut werden, zur Verfügung gestellt.

Derzeit machen Produktfälschungen fast zehn Prozent des
Welthandels aus. Denn weltweit werden ungehemmt die besten Produkte
kopiert und nachgemacht. Betroffen sind nahezu alle Branchen von der
Automobil- und Bekleidungsindustrie, über die Musik- bis hin zur
pharmazeutischen Industrie. Unternehmen leiden enorm unter dieser
Entwicklung.

Auch die Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt sind gravierend. Laut
Rechnungen der Deutschen Bundesregierung sollen im
gesamteuropäischen Raum insgesamt sogar mehr als 300.000
Arbeitsplätze betroffen sein. Neben Umsatzverlusten müssen die
betroffenen Unternehmen Imageschädigungen und schlimmstenfalls sogar
Produkthaftungsprozesse für gefälschte Produkte in Kauf nehmen. Zudem
können qualitativ minderwertige Fälschungen dem Ruf einer Marke
irreparable Schäden zufügen, wenn die Qualitätserwartungen der Käufer
nicht erfüllt werden. Andererseits kann die Verbreitung
rechtswidriger Kopien - z.B. von Software - beitragen, einen Markt zu
schaffen, auf dem später erst Umsätze generiert werden."

Mit dem Innovationsschutzprogramm IPP unterstützt die aws gezielt
Unternehmen bei der Erlangung und Durchsetzung von Patenten in
Wachstums- und Schwellenländern wie China oder Indien, denn bisher
genossen die Ingenieure in diesen aufstrebenden Märkten den
zweifelhaften Ruf als akribische Kopisten.

Auch wenn derzeit noch ein Großteil der Produktfälschungen und
Patentverletzungen in China seinen Ursprung hat (über 30 % der in
Österreich beschlagnahmten Plagiate stammen aus China), hat die
chinesische Führung die Wichtigkeit geistiger Schutzrechte erkannt.
Daher melden speziell China und Südkorea Patente in Rekordzahl an.
Mit einem Anstieg von 78 Prozent in zwei Jahren verdrängt China sogar
die Schweiz und Schweden und nimmt inzwischen Platz acht in der
Rangliste der erfinderischsten Nationen ein. Und sie bauen ihr
Patentwesen weiter aus. Damit werden die Chancen immer besser, in
diesen Ländern bestehende Rechte durchzusetzen.

Voraussetzung für die Durchsetzung von Schutzrechten ist aber
immer die entsprechende Anmeldung eines Schutzrechts, denn wo kein
Rechtsschutz durch ein Patent besteht kann nachgebaut werden.
Geheimhaltung - d.h. die Innovation nicht zum Patent anzumelden - ist
meist keine Option. Mitarbeiterfluktuation oder erkennbare Merkmale
am Endprodukt torpedieren nicht selten die notwendige 100%ige
Geheimhaltung. Bei der Erarbeitung entsprechender Schutzstrategien
und ihrer Durchsetzung unterstützt die aws.

Plagiata
Vom 25. April bis 25. Mai 2008
Austria Wirtschaftsservice Gesellschaft mbH
Ungargasse 37
1030 Wien
Die Ausstellung ist täglich in der Zeit von 9.00 bis 15.00 geöffnet,
der Eintritt ist kostenfrei.

Rückfragehinweis:
Austria Wirtschaftsservice
DI Dr. Mathias Drexler
Tel.: (01) 501 75/566
mailto:[email protected]

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | AWS

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel