- 22.04.2008, 15:40:34
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ÖBB-Aufsichtsrat schließt Beratungen zu Prüfberichten ab
Keine Verfehlungen des Holding-Vorstandes bei Finanzgeschäften - Huber von Schillerplatz-Vorwürfen entlastet
Wien (OTS) - Der Aufsichtsrat der ÖBB-Holding AG erörterte in
seiner heutigen Sitzung Fragen der zukünftigen Konzernstruktur und
schloss die Beratungen über jene Prüfberichte ab, die er zu den
Finanzgeschäften der ÖBB und einem privaten Immobiliengeschäft am
Schillerplatz in Wien in Auftrag gegeben hatte. In diesen beiden
Fällen konnte eine aktienrechtliche Verfehlung der Holdingvorstände
Huber und Söllinger nicht festgestellt werden. Dennoch legte
Generaldirektor Martin Huber alle Funktionen per 22. April zurück.
Erich Söllinger hat dem Aufsichtsrat der ÖBB-Holding AG seinen
Rücktritt angeboten und ist auf Ersuchen des Holding-Aufsichtsrats
bereit, zur Gewährleistung einer geordneten Übergabe seiner Agenden
bis zum 31.10.2008 in dieser Funktion zur Verfügung zu stehen. Sein
Vertrag wäre bis April 2009 gelaufen. Der Aufsichtsrat hat dieses
Angebot angenommen.
Huber und Söllinger begründeten ihre Entscheidungen mit den
öffentlichen Diskussionen der letzten Monate rund um die ÖBB und das
Management, die ihre Arbeit für das Unternehmen schwer belastet
hätten und mit dem Umstand, dass ihre Vorstellungen zur weiteren
Umsetzung des Restrukturierungsprozesses nicht mit der aktuellen
Linie des Aufsichtsrates in Einklang zu bringen sind.
Generaldirektor Martin Huber steht seit 1. November 2004 an der
Spitze der ÖBB. Er hat bis 2006 das große Projekt "Struktur- und
Personalanpassung" umgesetzt, um die ÖBB für den Wettbewerb mit
privaten Anbietern fit zu machen. Heute befördern die ÖBB mit 447
Mio. Fahrgästen um 14 Mio. mehr als 2004, und auch im Güterverkehr
konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr 2007 mit 97 Mio. Tonnen eine
weitere Steigerung erzielt werden. Gesteigert wurde auch die
Kundenzufriedenheit. Im Konzern arbeiten heute rund 43.000
MitarbeiterInnen - um knapp 6.000 weniger als 2004. Die Produktivität
der ÖBB ist im Vergleich zu 2004 um rund 40 Prozent gestiegen. Große
Zukunftsprojekte des ÖBB-Konzerns wie beispielsweise das Projekt
Hauptbahnhof Wien und der neue Premium-Zug railjet hat Huber
maßgeblich mitgeprägt. Huber steht den ÖBB noch bis Ende Oktober 2009
mit seiner Expertise zur Verfügung.
Vorstandsdirektor Erich Söllinger ist seit Mai 2003 Finanzvorstand
der ÖBB. Die betrieblichen Ergebnisse des ÖBB-Konzerns haben sich in
den Jahren seines Wirkens sehr deutlich verbessert. Er hat durch sein
Wirken maßgeblich zu den entscheidenden Weichenstellungen
beigetragen, um die ÖBB-Gruppe zu einem nachhaltigen
Gewinn-Unternehmen zu transformieren.
Rückfragehinweis:
Präsidium des Aufsichtsrates der ÖBB-Holding AG
DI Horst Pöchhacker
Vorsitzender des Aufsichtsrates
Tel. 01 71162 658500
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