GPA-DJP zu Novartis: Sozialplan musste hart erkämpft werden

Zahlreiche Solidaritätsbekundungen waren große Unterstützung für die Betroffenen

Wien (GPA-DJP/ÖGB) - "Den am vergangenen Freitag unterzeichneten Sozialplan für die Beschäftigten des Novartis-Forschungsinstitutes in Wien kann sich sicher nicht das Unternehmen als soziale Großtat auf die Fahnen heften. Erst heftige öffentlich vorgetragene Kritik und die Einschaltung der staatlichen Wirtschaftskommission haben Novartis dazu bewogen, einer sozial verträglichen Lösung zuzustimmen", erklärt der stv. Bundesgeschäftsführer der Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GPA-DJP) Karl Proyer.++++

Der Sozialplan enthält freiwillige Abfertigungen, eine soziale Absicherung von Härtefällen und die Einrichtung einer Arbeitsstiftung. Betroffen sind etwa 240 MitarbeiterInnen des Novartis Institutes for BioMedical Research in Wien.

Für den Forschungsstandort Wien ist erfreulich, dass es für Teile des Forschungsareals eine Nachnutzung geben wird und auch Novartis in Wien einen neu geschaffenen Forschungsbereich für Dermatologie einrichten wird.

Ausdrücklich bedanken will sich Proyer bei den zahlreichen Unterstützungserklärungen für die betroffenen Beschäftigten. Über 6.000 Personen haben auf der Internetseite der GPA-DJP (www.gpa-djp.at) ihre Solidarität zum Ausdruck gebracht und ihr Unverständnis über die Entscheidung des Pharmakonzerns geäußert. Selbst das Europäische Parlament befasste sich mit dieser Angelegenheit und äußerte Kritik an der mangelnden Einbeziehung der Arbeitnehmervertretung in den Schließungsprozess.

"Die Unterstützung und der Protest waren nicht vergebens. Sie haben unter anderem dazu beigetragen, dass der Novartis-Konzern in einen ernsthaften Verhandlungsprozess mit den BetriebsrätInnen und der Gewerkschaft eingetreten ist. Das ist auch ein wichtiges Signal für künftige Konzernentscheidungen auf internationaler Ebene", so Proyer abschließend.

ÖGB, 21. April 2008 Nr. 235

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