• 21.04.2008, 13:10:49
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GPA-DJP zu Novartis: Sozialplan musste hart erkämpft werden

Zahlreiche Solidaritätsbekundungen waren große Unterstützung für die Betroffenen

Wien (GPA-DJP/ÖGB) - "Den am vergangenen Freitag unterzeichneten
Sozialplan für die Beschäftigten des Novartis-Forschungsinstitutes in
Wien kann sich sicher nicht das Unternehmen als soziale Großtat auf
die Fahnen heften. Erst heftige öffentlich vorgetragene Kritik und
die Einschaltung der staatlichen Wirtschaftskommission haben Novartis
dazu bewogen, einer sozial verträglichen Lösung zuzustimmen", erklärt
der stv. Bundesgeschäftsführer der Gewerkschaft der
Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GPA-DJP) Karl
Proyer.++++

Der Sozialplan enthält freiwillige Abfertigungen, eine soziale
Absicherung von Härtefällen und die Einrichtung einer
Arbeitsstiftung. Betroffen sind etwa 240 MitarbeiterInnen des
Novartis Institutes for BioMedical Research in Wien.

Für den Forschungsstandort Wien ist erfreulich, dass es für Teile
des Forschungsareals eine Nachnutzung geben wird und auch Novartis in
Wien einen neu geschaffenen Forschungsbereich für Dermatologie
einrichten wird.

Ausdrücklich bedanken will sich Proyer bei den zahlreichen
Unterstützungserklärungen für die betroffenen Beschäftigten. Über
6.000 Personen haben auf der Internetseite der GPA-DJP
(www.gpa-djp.at) ihre Solidarität zum Ausdruck gebracht und ihr
Unverständnis über die Entscheidung des Pharmakonzerns geäußert.
Selbst das Europäische Parlament befasste sich mit dieser
Angelegenheit und äußerte Kritik an der mangelnden Einbeziehung der
Arbeitnehmervertretung in den Schließungsprozess.

"Die Unterstützung und der Protest waren nicht vergebens. Sie
haben unter anderem dazu beigetragen, dass der Novartis-Konzern in
einen ernsthaften Verhandlungsprozess mit den BetriebsrätInnen und
der Gewerkschaft eingetreten ist. Das ist auch ein wichtiges Signal
für künftige Konzernentscheidungen auf internationaler Ebene", so
Proyer abschließend.

ÖGB, 21. April 2008 Nr. 235

Rückfragehinweis:

GPA-DJP
   Mag. Martin Panholzer
   Tel.:   05 0301-21511
   Mobil: 05 0301-61511
   E-Mail: [email protected]
   http://www.gpa-djp.at

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