• 17.04.2008, 11:00:00
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aws: Österreich braucht einen starken heimischen Kapitalmarkt

Breitere Palette von Finanzierungsinstrumenten ist lebenswichtig für krisensicheres Wachstum

Wien (OTS) - "Es ist noch nicht zu spät" ist die Kernbotschaft von
aws-Geschäftsführer Peter Takacs im Rahmen der heutigen Jahrestagung
der AVCO, der österreichischen Vereinigung der Venture
Capital-Gesellschaften. Gerade vor dem Hintergrund der Verknappung
von Kreditmitteln im Zuge der Subprimekrise zeige sich die Bedeutung
eines starken und differenzierten Finanzierungs- und Kapitalmarktes
für ein nachhaltiges Wachstum.

"Eigenkapitalfinanzierung und Venture Capital sind krisensichere
Finanzierungsformen, wenn es sich dabei um heimisches Kapital
handelt", so Takacs. "Gerade jetzt braucht die österreichische
Wirtschaft diese Alternativen". Die aws habe seit Jahren für eine
Stärkung des heimischen Kapitalmarktes plädiert. Wie wichtig die
Verbreiterung des Angebots an Finanzierungsformen ist, zeige sich zur
Zeit besonders deutlich. "Alternativen zum Kredit gewinnen gerade
jetzt an Bedeutung", so Takacs. Besonders für ambitionierte
Wachstumsprojekte und zukunftsorientierte Investitionen stelle
Venture Capital eine bankenunabhängige Finanzierungsform dar.

Als weiteren Vorteil von VC-Finanzierungen hebt Takacs die
nachgewiesenermaßen bessere Perfomance von VC-finanzierten
Unternehmen hervor. Eine Studie des WIFO belegt ein um 70% höheres
Umsatzwachstum und ein um 50% höheres Beschäftigungswachstum in KMU
mit VC-Finanzierung im Vergleich zur Kontrollgruppe. Für den
Finanzierungsexperten Takacs ist das ein logisches Ergebnis:
"Venturekapitalisten interessiert die langfristige Schaffung von
Unternehmenswerten, Kreditgeber nur die pünktliche Bedienung der
Darlehen".

Auf Grund dieser Befunde plädiert die aws für neue und
verlässliche Rahmenbedingungen für heimisches Venture Capital.
"Wirtschaftspolitisch zahlt sich die Investition in neue
Finanzierungsformen jedenfalls aus". Ziel der österreichischen
Politik müsse es sein, starke Anreize und wettbewerbsfähige
gesetzliche Regelungen zu schaffen, so Takacs. "Wenn Österreich jetzt
rasch handelt, ist es für die Wirtschaft noch nicht zu spät."

Rückfragehinweis:
Austria Wirtschaftsservice
DI Dr. Mathias Drexler
Tel.: (01) 501 75/566
mailto:[email protected]

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