Meilenstein der Bahnhofsoffensive: Bahnhof Wien Praterstern

Wien (OTS) - Der Bahnhof Wien Praterstern ist der erste Wiener Großbahnhof, der im Zuge der ÖBB-Bahnhofsoffensive völlig umgebaut und modernisiert wurde. Für die Reisenden wurden eine moderne, barrierefreie Verkehrsstation und zeitgemäße Angebote für Shopping und Gastronomie geschaffen. Rechtzeitig vor Beginn der Fußball-Europameisterschaft wird heute dieser wichtige Umsteigeknoten eröffnet.

(Wien, 4. April 2008) Nach drei Jahren Umbau erstrahlt heute der Bahnhof Wien Praterstern in neuem Glanz und bietet den Fahrgästen wesentlich erhöhten Reisekomfort und den Besuchern eine angenehme Atmosphäre zum Shoppen oder Verweilen. Mit rund 70.000 Fahrgästen täglich ist der Bahnhof Wien Praterstern heute einer der größten öffentlichen Verkehrsknoten Wiens. Seine Bedeutung wird mit der Verlängerung der U-Bahn-Linie U2 ab 10. Mai und der bevorstehenden EURO 2008 im Juni noch deutlich erhöht. Erleichterte Umsteigemöglichkeiten, neu strukturierte Verkehrsanbindungen, architekto¬nische Besonderheiten und ein attraktives Shopping-Center machen ihn zu einem der modernsten und kundenfreundlichsten Bahnhöfe Europas. "Der Bahnhof Praterstern ist der glanzvolle Beginn einer neuen Bahnhofsära in Wien. Er steht für die Neuentdeckung der Bahnhöfe als pulsierende Zentren - mit den Menschen und für die Menschen der Stadt geplant, gebaut und gestaltet", so Martin Huber, Generaldirektor der ÖBB-Holding AG.

Für Werner Faymann, Bundesminister für Verkehr, Innovation und Technologie, bedeutet die Modernisierung der Bahnhöfe im Rahmen der Bahnhofsoffensive eine "Investition in eine ökologisch bessere Zukunft": "Unser politisches Ziel ist es, möglichst vielen Menschen den Umstieg auf das Öffentliche Verkehrsmittel so attraktiv wie nur möglich zu machen. Österreichweit brauchen über 800.000 Menschen mehr als 30 Minuten zur Arbeit. Würde es gelingen 10.000 Pendler die eine Strecke von ca. 20 km zur Arbeit zurücklegen, zum Umstieg zu bewegen, dann bedeutet das bereits rund 20.000 kg Stickoxide weniger. Die Bahnhofsoffensive ist dafür ein notwendiges Fundament."

Auch Bürgermeister Häupl unterstreicht, dass die ÖBB-Bahnhofsoffensive hervorragende Entwicklungsimpulse für Wien biete. "Auch aus Stadtentwicklungssicht ist die Modernisierung des Bahnhofs zu begrüßen: Nicht nur die Verkehrsinfrastruktur wird damit verbessert, auch wird mit diesem Bahnhof ein wichtiger Impuls für die zukünftige Entwicklung des umliegenden Stadtteils gegeben", so Häupl.

Modern, kundenfreundlich, barrierefrei
Der Bahnhof ist durch die Verknüpfung von S-Bahn, Regionalzügen, U-Bahn, Straßenbahn und Bus einer der größten öffentlichen Verkehrsknotenpunkte Wiens. Nach Anbindung der U2 werden rund 110.000 Fahrgäste täglich die Verkehrsdrehscheibe nützen. Klare Wegeleitsysteme stellen effizientes Umsteigen zwischen U- und S-Bahn sicher. Die Wege innerhalb des Bahnhofs sind so ausgelegt, dass sich die Besucherströme nicht kreuzen. Alle Bahnsteige wurden von 38 auf 55 cm erhöht, um den Fahrgästen den Einstieg in die Züge zu erleichtern. Den Zugang zu den Bahnsteigen ermöglichen vier neue Rolltreppen sowie - barrierefrei - vier Lifte.

Optimale Versorgung und Top-Qualität für Reisende und Anrainer
Mit dem neuen Bahnhof Praterstern und einem kundengerechten Branchenmix wollen die ÖBB ihren Fahrgästen optimale Versorgung und Qualität bieten und darüber hinaus einen attraktiven Anziehungspunkt für die Menschen des Bezirks bilden. Dreißig Geschäfte für Handel, Service und Gastronomie mit einer Gesamtfläche von rund 6.500 m2 im Haupt- und Nebengebäude bieten zahlreiche Einkaufsmöglichkeiten. Bei der Verwertung der Geschäftsflächen haben sich die ÖBB auf die Ansprüche der erwarteten Bahnhofs-Kundengruppen konzentriert:
Pendler, Schüler, Reisende, Anrainer und Touristen.

Bauliche Herausforderung
Der Neubau begann im März 2005 mit dem Abbruch des alten Gebäudes. Im Zuge des Umbaus wurden allein für die Gleisanlagen 25.000 to Gleisschotter ausgetauscht, 12.000 neue Schwellen und 8.000 m Schienen verlegt - bei laufendem Fahrbetrieb. 600 Tonnen Stahl und 7.400 m2 Glas wurden bei der Errichtung der 22m breiten und 1.700 m2 großen Bahnhofshalle zu einem Gesamtkunstwerk zusammengefügt. Die Glasfläche entspricht in etwa der Größe eines Fußballfeldes! Die Fertigstellung des Rohbaus erfolgte November 2005, die Eröffnung der beiden Doppel-Bahnsteige mit der Inbetriebnahme aller Gleise im April 2007. Aber auch die wichtigste Herausforderung wurde gemeistert:
Nämlich jene, den Bahnhof Wien Praterstern termingerecht rechtzeitig vor der Fußball-Europameisterschaft im Juni und noch vor der Anbindung an die U2 fertig zu stellen.

Meilenstein der Bahnhofsoffensive in Wien
In den letzten sieben Jahren haben die ÖBB hunderte Millionen Euro in die Modernisierung von Bahnhöfen investiert, bis 2015 werden über 2 Mrd. Euro in die neue Qualität der Bahnhöfe und Verkehrsstationen in ganz Österreich investiert. Seit 2005 läuft die Bahnhofsoffensive auch in Wien auf vollen Touren. Kundenfreundlichkeit, Service und Sicherheit stehen an erster Stelle. Der heute offiziell eröffnete Bahnhof Wien Praterstern ist der erste Wiener Großbahnhof, der im Rahmen der Bahnhofsoffensive komplett modernisiert und umgestaltet wurde. Die Runderneuerung des Bahnhofs inklusive der vollständigen Neukonfiguration der Gleis- und Bahnsteiganlagen bis zur Station Traisengasse kostet etwa 133 Mio. Euro. Weitere "Highlights" der Bahnhofsoffensive in Wien sind der Westbahnhof, der denkmalgeschützte Bahnhof Wien Heiligenstadt, der Großbahnhof Wien Meidling und natürlich das größte Bahnhofsprojekt aller Zeiten: der Hauptbahnhof Wien.

Anlässlich der Eröffnung findet eine Lok- und Leistungsschau unter dem Motto "Bahn zum Anfassen" und ein moderiertes Unterhaltungsprogramm mit zahlreichen Künstlern wie etwa Adi Hirschall, den Kabarettisten Eckl und Hopf und Sandra Pires statt. Einen weiteren Höhepunkt bildet eine Lichtinstallation, die ab Einbruch der Dunkelheit das Gebäude in den unterschiedlichsten Farben beleuchtet. Als besonderes Zuckerl sind anlässlich der Eröffnungsfeier alle Fahrten mit der S-Bahn zwischen Floridsdorf und Meidling von 10 Uhr bis 22 Uhr gratis.

ÖBB: Österreichs größter Mobilitätsdienstleister
Als umfassender Mobilitätsanbieter sorgt der ÖBB Konzern österreichweit für den
umweltfreundlichen Transport von Menschen und Gütern. Mit 42.951 MitarbeiterInnen,
Gesamterträgen von 5,466 Mrd. EUR und einem Investitionsvolumen von 2,049 Mrd. EUR im Jahr 2006 ist der ÖBB-Konzern einer der größten Arbeitgeber des Landes und wichtiger wirtschaftlicher Impulsgeber. 2006 wurden von den ÖBB 443 Mio. Fahrgäste und 93 Mio. Tonnen Güter transportiert. Strategische Leitgesellschaft ist die ÖBB-Holding AG.

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Mag. Herbert Ofner
Pressesprecher Wien und Burgenland
ÖBB-Holding AG, Konzernkommunikation
Tel.: 01 93000-44278, Mobil: 0664/617 15 11
e-mail: herbert.ofner@oebb.at

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