- 01.04.2008, 13:26:39
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Bollmann zu historischem "Open Sky"-Abkommen
"EU muss bei Folgeabkommen entschieden die Interessen der europäischen Airlines vertreten und die USA zu weiterer Marktöffnung drängen"
Wien (PWK237) - Historische Bedeutung kommt dem am 30. März in
Kraft getretenen "OpenSky"-Abkommen zwischen der europäischen Union
und den USA zu, erklärt Harald Bollmann, Obmann der Bundessparte
Transport und Verkehr in der WKÖ. "Es deckt die 27 Mitgliedstaaten
der Europäischen Union und die Vereinigten Staaten ab, also einen
Raum mit fast 800 Millionen Menschen. Das Abkommen ersetzt zahlreiche
bilaterale Abkommen zwischen den einzelnen Mitgliedstaaten und den
USA, die oftmals den Wettbewerb stark eingeschränkt haben".
Ein einziges Abkommen für die Regelung des internationalen
Luftverkehrs sei ein Meilenstein, der zuallererst den Fluggästen
zugute kommt, so Bollmann. So werden ab sofort von London-Heathrow,
dem Ausgangspunkt von bis zu 40 Prozent der transatlantischen Flüge,
täglich 18 neue USA-Flüge angeboten, was einem Zuwachs von 20 Prozent
entspricht. Bisher durften nur zwei Fluggesellschaften aus jedem Land
diese gewinnträchtige Strecke exklusiv bedienen.
EU-Prognosen gehen davon aus, dass der Flugverkehr zwischen der EU
und den USA von April bis Juni 2008 insgesamt um acht Prozent steigen
werde. Ein höheres Passagieraufkommens sei aber nur der erste Schritt
weiter reichender Bemühungen, einen gemeinsamen transatlantischen
Flug- und Cargomarkt zu schaffen.
Eine zweite Verhandlungsrunde zwischen der EU und den USA wird
Mitte Mai 2008 aufgenommen werden. Dabei müsse Europa die USA zu
weiteren Schritten zur Öffnung ihres Binnenmarktes und zur Lockerung
der Regelungen für Investitionen und Eigentumsrechte europäischer
Unternehmen drängen, hebt der Sprecher der Verkehrswirtschaft hervor.
Die Optimierung der Sicherheitsüberprüfungen von Passagieren und die
Förderung einer verbesserten regulativen Zusammenarbeit befinden sich
ebenfalls auf der Agenda künftiger Verhandlungen und werden von der
heimischen Wirtschaft mit Nachdruck eingefordert, so Bollmann
abschließend. (hp)
Rückfragehinweis:
Wirtschaftskammer Österreich Bundessparte Transport und Verkehr Dr. Erik Wolf Tel.: (++43) 0590 900-3251 mailto: [email protected] http://wko.at/verkehr
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