GPA-DJP-Katzian: Fall Lidl zeigt Notwendigkeit von BetriebsrätInnen auf

Nur eine starke betriebliche Vertretung und Datenschutzbeauftragte können Missbrauch unterbinden

Wien (GPA-DJP/ÖGB) - "Der Fall Lidl in Deutschland zeigt eindrucksvoll, wie wichtig eine starke betriebliche Interessenvertretung ist, um die Einhaltung rechtlicher Bestimmung in Sachen Überwachung und Datenschutz zu gewährleisten. Es ist sicher kein Zufall, dass Missbräuche in einem Unternehmen auftreten, in dem keine oder nur eine schwache betriebsrätliche Vertretung existiert", erklärt der Vorsitzende der Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier, Wolfgang Katzian.++++

Mit dem technologischen Fortschritt entstehen völlig neue Möglichkeiten der technischen Überwachung von ArbeitnehmerInnen. "Um Missbrauch zu unterbinden, sind betriebliche Vereinbarungen zum Datenschutz ein geeignetes Mittel. Die GPA-DJP bietet dafür rechtliche Beratung für BetriebssrätInnen an", so Katzian.

Neben der Stärkung der BetriebsrätInnen sieht der GPA-DJP Vorsitzende aber auch die Notwendigkeit einer gesetzlichen Verankerung eins/r unabhängigen betrieblichen Datenschutzbeauftragten.

"Alle ArbeitnehmerInnen sollen wissen, dass sie nicht schutzlos dem Arbeitgeber ausgeliefert sind, sondern klare rechtliche Rahmenbedingungen existieren. Alle Beschäftigte, nicht nur jene von Lildl, die das Gefühl haben, dass sie zu Unrecht überwacht oder bespitzelt werden, sind aufgerufen, sich mit ihrer Interessenvertretung in Verbindung zu setzen", so Katzian abschließend.

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ÖGB, 28. März 2008 Nr. 191

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