Aufschrei des Österreichischen Versandhandels gegen geplante Batterienverordnung

Handelsverband fordert Bartenstein auf, Pröll-Entwurf "zu überdenken"

Wien (OTS) - Zu einem Aufschrei des Österreichischen
Versandhandels führte eine von Umweltminister Josef Pröll geplante Batterienverordnung, die nun zur Akkordierung bei Wirtschaftsminister Bartenstein vorliegt.

Diese für die heimischen Versandhändler nur schwer umzusetzende Verordnung "über die Abfallvermeidung, Sammlung und Behandlung von Altbatterien und -akkumulatoren", sieht vor, dass Händler, die "in Österreich in Verkehr gesetzte Batterien" elektronisch registrieren müssen, ebenso die jeweilige "Gesamtsumme der von ihren Teilnehmern in Österreich in Verkehr gesetzten Massen an Gerätebatterien getrennt nach Sammel- und Behandlungskategorien" - und dafür hohe Sammel- und Entsorgungskosten bezahlen müssen, zum Nachteil der österreichischen Versandhandelskunden.

"Die Krux daran", so der Geschäftsführer des Handelsverbandes, Stefan Mumelter, "in einigen Nachbarländer, etwa in Deutschland ist noch keine ähnliche Verordnung umgesetzt". Das bedeute, sie umfasse nur Hersteller oder Händler mit Firmensitz oder Repräsentanz in Österreich. "Unsere Unternehmen sind damit de facto schlechter gestellt, als ausländische Konkurrenz, die ihre Elektrogeräte direkt und damit preisgünstiger nach Österreich liefert, ohne hier Umsatz zu bringen". Auch Ernst C. Sommer, Geschäftsführer des Neckermann Versandes in Österreich, warnt: "Dieser heilige Übereifer von Josef Pröll geht massiv zu Lasten der österreichischen Wirtschaft und damit auch der heimischen Konsumenten".

Denn die "vorauseilende strenge Umsetzung" führe zu unmittelbarem Standortnachteil gegenüber wirtschaftlich benachbarten Wirtschaftsmärkten, erläutert die freiwillige Interessensvertretung rund 50 großer in Österreich ansässiger Versandhändler. "Wir gehen nicht davon aus, dass Minister Bartenstein dabei tatenlos zusehen wird", fordert daher Mumelter den Wirtschaftsminister auf, den Plan seines Amtskollegen vor der endgültigen Verabschiedung im Sinne einer größeren Effizienz neu zu überdenken und im Interesse der Österreichischen Wirtschaft weiter zu verhandeln.

Der Handelsverband ist eine freiwillige Interessenvertretung von derzeit mehr als 150 großen Handelsbetrieben in Österreich. Wir nehmen die Funktionen eines Wirtschafts-, Berufs- und Arbeitgeberverbandes wahr.

Wir verstehen uns als handelsorientiertes Dienstleistungszentrum und als branchenübergreifendes Wirtschaftsforum.
Mit Richtlinien, Kennzeichen und Gütesiegeln fördern wir das Qualitätsbewusstsein der Konsumenten und setzen hohe Standards.

Wir fördern das Vertrauen der Konsumenten in den Handel und informieren Konsumenten über aktuelle Entwicklungen.

Rückfragen & Kontakt:

Handelsverband
Dr. Stefan Mumelter, Geschäftsführer
Tel: +43-1-406 22 36
http://www.handelsverband.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | HVB0001