- 27.03.2008, 18:48:29
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Neues Volksblatt: "Homo-Ehe" (von Markus Ebert)
Ausgabe vom 28. März 2008
Linz (OTS) - Hauptsache, bei der Homo-Ehe geht etwas weiter. Mit
Verlaub und bei allem Respekt vor dem Wunsch, eine
gleichgeschlechtliche Partnerschaft zeremoniell besiegeln zu können:
an den wesentlichen Problemen, die diese Regierung zu lösen hat,
schrammt dieses Detail aus dem erneuerten Arbeitsprogramm der
Koalition um Lichtjahre vorbei.
Man denke etwa an die Gesundheitsreform, an der zwar seit langem
herumgedoktert wird, ein eindeutiger Befund oder gar eine Therapie
aber auf sich warten lassen. Das Pflegethema ist schon deswegen nicht
abgehakt, weil mit dem Ende der Amnestie für illegal tätige Kräfte
die Diskussion wieder von vorne beginnen wird. Dass die Steuerreform
neue Gräben zwischen SPÖ und ÖVP aufreißen wird, ist ohnehin so
sicher wie das Amen im Gebet. Und wer glaubt, dass das Pensionsystem
auf Jahre hinaus nicht zur Disposition steht, ist ein Utopist. Selbst
wenn der jetzt bekundete Wille zum Ärmelaufkrempeln noch so
ausgeprägt sein mag: gegen die innerparteilichen Störfeuer, denen
Kanzler Gusenbauer auch weiterhin ausgesetzt sein wird, hilft auch
gute Regierungsarbeit nichts. Es sei denn, man punktet mit der
Homo-Ehe.
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