FPÖ: Striktes "Nein" zum geplanten Ausbau der "S 37" zur Autobahn

Wien (OTS) - Der FPÖ-Obmann des Bezirkes St. Veit, Vize-Bürgermeister Harald Jannach, warnt vor dem Ausbau der "S 37" zu einer Autobahn. Das Argument der Betreiber, für die 1,22 Milliarden Euro teure Investition lautet, "mehr Verkehr bringt mehr Chancen für die Wirtschaft". Für den Bezirksobmann Jannach ist diese Aussage nicht glaubwürdig.

"Diese Nord- Süd - Verbindung würde täglich von über 45.000 Fahrzeugen befahren werden. Dies bedeutet eine unvorstellbare Belastung für Menschen und Umwelt. Eine weitere finanzielle Zumutung wäre für Pendler des Bezirkes die bereits geplante kilometerabhängige Autobahnmaut", kritisiert Jannach. "Mehr als 90 Prozent des Schwerverkehrs würden ohne wirtschaftlichen Nutzen durch unseren Bezirk donnern. Eine Transitlawine wäre das Ergebnis dieses Ausbaus", befürchtet Jannach.

Ein weiterer, völlig außer Acht gelassener Aspekt sei das Zollfeld, eine der ältesten Kulturlandschaften Kärntens, das lange Zeit kulturelles und politisches Zentrum der antiken römischen Provinz "Noricum" war. Dieses würde schweren Schaden nehmen, stellt Jannach fest.

Der Kärntner FPÖ-Landesparteiobmann Franz Schwager ortet Klagenfurt als Nadelöhr und sieht die Landeshauptstadt als weiteres Opfer der geplanten Transitautobahn. "Die Globalisierer und Finanzierer verdienen daran, während die Menschen in Kärnten zahlen müssen und dafür Lärm und Schmutz erhalten. Die unwiederbringliche Kärntner Natur und die Gesundheit der Menschen stehen weit vor dieser Nord-Süd-Tangente und dem Profitdenken weniger", so Schwager. "Die FPÖ wird diesem Vorhaben deshalb die Zustimmung verweigern."

"Wir sagen allerdings >Ja< zum Ausbau der Sicherheitsmaßnahmen an der bestehenden Schnellstraße S 37", führt Schwager weiter aus. "In dieser Frage stehe ich als Abgeordneter ganz hinter den Menschen im Bezirk St. Veit und Klagenfurt", versteht sich Schwager als Anwalt der Menschen. "Politiker sollten die Bürger fragen und dann ihre Entscheidungen treffen. Sind die Menschen gefragt worden, ob sie die Autobahn wollen? Nein!" so ein verärgerter Franz Schwager abschließend.

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