• 19.03.2008, 10:27:46
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Mölzer: Gottesdienste nur in Privathäusern - Türkei ist nicht europareif

Freiheitlicher EU-Mandatar begrüßt die klaren Worte von Bischof Fischer und kritisiert falsch verstandene Toleranz Kardinal Schönborns gegenüber dem Islam

Wien (OTS) - Daß in der Türkei Christen bei der Ausübung ihrer
Religion behindert werden, beweise, daß dieses islamische Land alles
andere als europareif sei, sagte heute der freiheitliche
EU-Abgeordnete Andreas Mölzer. Wenn Ankara in der Frage der freien
Religionsausübung ein positives Zeichen wolle, dann sei
Ministerpräsident Erdogan gut beraten, der Bitte des Kölner Kardinals
Meisner nachzukommen und den Bau einer Kirche in Tarsus, der
Geburtsstadt des Apostels Paulus, zu unterstützen, so Mölzer weiter.

"Es ist ein Skandal, daß Christen, insbesondere Katholiken, ihre
Gottesdienste in Privathäusern oder ehemaligen Industrieanlagen
abhalten müssen. Das mindeste, was man von der Türkei verlangen kann,
ist, daß sie die Errichtung von Kirchen zuläßt. Diese christlichen
Kirchen müssen nicht unbedingt einen Turm haben, aber sie müssen nach
außen hin als solche erkennbar sein", forderte Mölzer, der auch
Mitglied der Türkei-Delegation des Europäischen Parlaments ist. Zudem
erinnerte er daran, daß die heutige Türkei als Teil des
Byzantinischen Reiches über 1500 Jahre christlich gewesen war.

Weiters wies der freiheitliche EU-Mandatar auf die fehlende
Gegenseitigkeit bei der Religionsausübung in Europa und der
islamischen Welt hin: "In den EU-Staaten verlangen Moslems den Bau
von Minaretten, aber in islamischen Ländern wie der Türkei werden
Christen als Menschen zweiter Klasse behandelt". In diesem
Zusammenhang kritisierte Mölzer Kardinal Christoph Schönborn. "Wenn
der Wiener Erzbischof fragt, wo beim Bau von Minaretten das Problem
sei, dann antworte ich ihm als Katholik: Das Problem ist die falsch
verstandene Toleranz mancher Kirchenfürsten gegenüber dem Islam".

Im Gegensatz zu den Aussagen Schönborns begrüßt Mölzer die klaren und
mutigen Worte des Vorarlberger Bischofs Elmar Fischer, der gestern
Moscheen mit Minaretten als Provokation und als krasse Gefährdung des
sozialen Friedens bezeichnet hatte. "Wenn Bischof Fischer von den
Moslems, die bekanntlich keine autochthone Minderheit sind,
Zurückhaltung fordert, dann ist dies ein Zeichen von Weitblick",
schloß der freiheitliche Europaparlamentarier.

Rückfragehinweis:
Freiheitlicher Parlamentsklub

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