Mölzer: Gottesdienste nur in Privathäusern - Türkei ist nicht europareif

Freiheitlicher EU-Mandatar begrüßt die klaren Worte von Bischof Fischer und kritisiert falsch verstandene Toleranz Kardinal Schönborns gegenüber dem Islam

Wien (OTS) - Daß in der Türkei Christen bei der Ausübung ihrer Religion behindert werden, beweise, daß dieses islamische Land alles andere als europareif sei, sagte heute der freiheitliche EU-Abgeordnete Andreas Mölzer. Wenn Ankara in der Frage der freien Religionsausübung ein positives Zeichen wolle, dann sei Ministerpräsident Erdogan gut beraten, der Bitte des Kölner Kardinals Meisner nachzukommen und den Bau einer Kirche in Tarsus, der Geburtsstadt des Apostels Paulus, zu unterstützen, so Mölzer weiter.

"Es ist ein Skandal, daß Christen, insbesondere Katholiken, ihre Gottesdienste in Privathäusern oder ehemaligen Industrieanlagen abhalten müssen. Das mindeste, was man von der Türkei verlangen kann, ist, daß sie die Errichtung von Kirchen zuläßt. Diese christlichen Kirchen müssen nicht unbedingt einen Turm haben, aber sie müssen nach außen hin als solche erkennbar sein", forderte Mölzer, der auch Mitglied der Türkei-Delegation des Europäischen Parlaments ist. Zudem erinnerte er daran, daß die heutige Türkei als Teil des Byzantinischen Reiches über 1500 Jahre christlich gewesen war.

Weiters wies der freiheitliche EU-Mandatar auf die fehlende Gegenseitigkeit bei der Religionsausübung in Europa und der islamischen Welt hin: "In den EU-Staaten verlangen Moslems den Bau von Minaretten, aber in islamischen Ländern wie der Türkei werden Christen als Menschen zweiter Klasse behandelt". In diesem Zusammenhang kritisierte Mölzer Kardinal Christoph Schönborn. "Wenn der Wiener Erzbischof fragt, wo beim Bau von Minaretten das Problem sei, dann antworte ich ihm als Katholik: Das Problem ist die falsch verstandene Toleranz mancher Kirchenfürsten gegenüber dem Islam".

Im Gegensatz zu den Aussagen Schönborns begrüßt Mölzer die klaren und mutigen Worte des Vorarlberger Bischofs Elmar Fischer, der gestern Moscheen mit Minaretten als Provokation und als krasse Gefährdung des sozialen Friedens bezeichnet hatte. "Wenn Bischof Fischer von den Moslems, die bekanntlich keine autochthone Minderheit sind, Zurückhaltung fordert, dann ist dies ein Zeichen von Weitblick", schloß der freiheitliche Europaparlamentarier.

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