• 17.03.2008, 12:00:00
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Tourismus 2007: Österreichs internationale Wettbewerbsposition trotz Schneemangels leicht verbessert

Wien (WIFO) - Trotz des Schneemangels in der Wintersaison 2006/07
konnte Österreich seinen Marktanteil im internationalen europäischen
Tourismus - gemessen an den Tourismusexporten auf Dollarbasis - im
Jahresdurchschnitt 2007 gegenüber dem Vorjahr leicht steigern (um 0,1
Prozentpunkt auf 4,7%). Der Anteil lag damit auch etwas über dem
bisherigen Tiefstwert aus dem Jahr 2000. Die Zunahme des Marktanteils
im Jahresdurchschnitt ist großteils auf die Verbesserung der
Wettbewerbsposition in der Sommersaison zurückzuführen, welche die
Marktanteilsverluste der Wintersaison überkompensierte. Eine relativ
kräftige Steigerung ihres Marktanteils erzielten 2007 Polen,
Schweden, Portugal und die Niederlande, während andere wichtige
Destinationen - insbesondere Italien, die Türkei, Deutschland und
Frankreich - relativ große Einbußen verzeichneten.

In der Wintersaison 2006/07 nahmen die Umsätze im österreichischen
Tourismus trotz empfindlichen Schneemangels um knapp 1% zu; die
Aufwendungen der inländischen Gäste expandierten dabei stärker
(+2,5%) als jene der ausländischen Reisenden (+0,5%). Der
Nachfragerückgang in der schneearmen Wintersaison 2006/07 traf vor
allem Westösterreich: So sanken die Nächtigungen in den Bundesländern
Salzburg, Tirol und Vorarlberg insgesamt um 2,4%, in der Steiermark
wurde ein leichter Rückgang um 0,6% verzeichnet. In den anderen
Bundesländern ist der Tourismus deutlich weniger vom Wintersport
abhängig; sie erzielten insgesamt ein Nächtigungsplus von 4,2%. Auch
der relativ wetterunabhängige Städtetourismus expandierte kräftig
(+3,2%), obwohl das Vorjahresniveau aufgrund der Sondereffekte der
EU-Präsidentschaft und des Mozartjahres insbesondere in Wien und
Salzburg relativ hoch war (Wintersaison 2005/06 +9,3% bzw. 14,5%). Im
ländlichen Raum ging die Nachfrage hingegen um 1,4% zurück.

Im Gegensatz zur Wintersaison steigerten die Tourismusbetriebe
ihre Umsätze im Sommer 2007 mit +6,3% (real +3,7%) beträchtlich.
Österreich dürfte damit auch gemessen am internationalen europäischen
Reiseverkehr Marktanteile gewonnen und so seine Wettbewerbsposition
verbessert haben. Begünstigt wurde die Entwicklung in der
Sommersaison wahrscheinlich auch dadurch, dass Urlaube, die im Winter
wegen des Schneemangels storniert oder verkürzt worden waren, zu
einem Teil in der Sommersaison nachgeholt wurden.

Rückfragehinweis:
Univ.-Prof. Dr. Egon Smeral
Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung - WIFO
Tel. +43 1 798 26 01-219 * Fax. +43 1 798 93 86
mailto:[email protected]

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