• 14.03.2008, 16:12:53
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Talschaftsverträge sind nun Realität

LH Haider; LHStv. Schaunig und LR Scheuch bei Vertragsunterzeichnung am Putzenhof in Großkirchheim - Großes Goldenes Ehrenzeichen für Kelag-Direktor Hermann Egger

Klagenfurt (LPD) - Ein historischer und entscheidender Schritt zur
Umsetzung des "Fonds zur Förderung der Wasserkraftregion
Oberkärnten", kurz Talschaftsverträge, ist getan. In Großkirchheim
erfolgte heute, Freitag, die Unterfertigung der Verträge durch
Landeshauptmann Jörg Haider für das Land Kärnten. Mit der
Unterschrift des Landeshauptmannes liegen nun alle erforderlichen
Organbeschlüsse für die Dotierung des Fonds mit 55 Mio. Euro vor.
Seitens der Vertragspartner Kelag, Verbund und AHP wurde die
Gewinnausschüttungsvereinbarung ebenfalls unterfertigt.

"Mit dieser Unterschrift ist der entscheidende Schritt für die
Dotierung des Fonds getan, aus einem Traum wurde Wirklichkeit. Damit
geht ein großes Versprechen, dass wir gegeben haben auch in
Erfüllung", freute sich Haider. Mit dem Vertrag werde auch ein neues
Kapitel zwischen den Gemeinden und der Elektrizitätswirtschaft
aufgeschlagen, die nun für die Wassernutzung eine Abgeltung biete. Es
habe viele Diskussionen und Verhandlungen mit dem Verbund, der Kelag
und RWE gegeben, die letztendlich die erhoffte Einigung brachten. Der
Vertrag spiegle zudem die Solidarität aller Bürgermeister wider. "Mit
den 55 Mio. Euro kann man in den Tälern etwas bewegen", sagte Haider.

Ganz speziell dankte der Landeshauptmann Kelag-Direktor Hermann
Egger. "Er war ein wichtiger Begleiter am Weg zu den Verträgen bis
zur heutigen Unterzeichnung. Auch hat Egger viele Verdienste um den
Fonds und die Energiepolitik in Kärnten." Für seine Verdienste
verlieh Haider dem Kelag-Direktor das Große Goldene Ehrenzeichen des
Landes Kärnten.

"Die Geschlossenheit der Region führte zum Erfolg", hob LHStv.
Gabi Schaunig hervor. Sie freue sich, dass das Geld in den Tälern
bleibe und auch die Autonomie der Gemeinden erhalten bleibe.

"Der harte Kampf hat zum Erfolg geführt und man spürt die Freude
über die Verträge in den Tälern", betonte LR Uwe Scheuch. "Aus einer
Vision, an die nur wenige glaubten, wurde nun Realität." Der
Zusammenhalt von 19 Bürgermeistern beschere für die Täler einen der
schönsten Tage. Scheuch appellierte an alle Bürgermeister, auch
künftig Geschlossenheit zu zeigen. Ganz speziell dankte er dem
Landeshauptmann, seinem Bruder Kurt und Ulrike Baumgartner-Gabitzer
vom Verbund.

LAbg. Ferdinand Hueter (in Vertretung von LR Josef Martinz) ist
sich sicher, dass die Gemeinden mit den Mitteln sparsam umgehen
werden. Großkirchheims Bürgermeister Peter Suntinger erinnerte an
"harte aber faire Verhandlungen". "Sie führten letztendlich dazu,
dass den Menschen in den Tälern nun etwas zurückgegeben wird", dankte
er ebenfall dem Landeshauptmann, der seit 2003 das Anliegen für die
Täler unterstützt habe.

Verbund-Generaldirektor Michael Pistauer erklärte, dass sein
Unternehmen aus voller Überzeugung seinen Anteil am Fonds leiste. Gut
funktionierende Übertragungsnetze und alpine Jahresspeicher seien für
die Wertschöpfung der Täler wichtig.

Egger dankte den Tälern und Einwohnern für den
Vertrauensvorschuss in die E-Wirtschaft bei den Kraftwerksbauten in
den letzten Jahren. Kelag und RWE würden voll hinter den Verträgen
und hinter dem Fonds stehen.

Kelag-Aufsichtsratsvorsitzenden Günther Pöschl freut es, dass es
gelungen ist, "völlig verschiedene Welten unter einen Hut zu
bringen". Er äußerte den Wunsch, dass die Täler den Schatz friedlich
und geschlossen verwalten mögen. Auch Baumgartner-Gabitzer hob die
tolle Zusammenarbeit hervor.

19 Gemeinden aus dem Möll-, Malta-, Lieser- und Drautal kommen ab
heute in den Genuss des Mölltalfonds, der rund zwei Mio. Euro an
jährlichen Erträgen abwerfen wird.
(Schluss)

Rückfragehinweis:
Kärntner Landesregierung
Landespressedienst
Tel.: 05- 0536-22 852
http://www.ktn.gv.at

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