Kinderarmut ist die schlimmste Armut: Caritas und BILLA helfen

Neue langfristige Unternehmenspartnerschaft zugunsten von Kindern in Not in Österreich / Osteraktion "Glückskind" als Auftakt in allen BILLA-Filialen

Wien, 13.03.2008 (OTS) - Laut aktuellen Zahlen der Statistik
Austria müssen über 100.000 Kinder und Jugendliche in Österreich in Armut leben. Kinder aus benachteiligten Familien sind nicht nur schlechter ernährt und häufiger krank, sondern leben auch in überbelegten Wohnungen. "Die Not der Kleinen ist besonders groß, denn Armut in Österreich bedeutet vor allem auch Chancenarmut", betont Caritas-Präsident Franz Küberl: "Das ist alarmierend und beschämend zugleich."

Auf staatlicher Ebene gehe es jetzt darum, dass die bedarfsorientierte Mindestsicherung so rasch wie möglich umgesetzt werde, so Küberl: "Der Start mit 1. Jänner 2009 muss halten. Bis dahin sind auch wichtige Details zu klären, etwa, wie die Anbindung an den Arbeitsmarkt erfolgen soll." Eine weitere Forderung des Caritas-Präsidenten zur Armutsbekämpfung: "Weil Studien belegen, dass sehr arme Haushalte gezwungen sind, fast die Hälfte ihres Einkommens für Essen und Wohnen zu verwenden, müssen die Sozialleistungen, etwa die Familienbeihilfe, dringend um die Inflationsrate erhöht werden. Auch danach muss eine jährliche Anpassung erfolgen. Da sind die Länder und der Bund gemeinsam gefordert."

Handlungsbedarf sieht Küberl auch im Bildungsbereich: "Armut ist "vererbbar": Wer selbst mangelnde Bildungschancen hat, für dessen Kinder gilt häufig das gleiche. Doch Bildung ist das Mittel schlechthin, um der Armutsspirale zu entkommen."
Weil das heimische Bildungssystem derzeit nicht dazu geeignet sei, diesen Teufelskreis zu unterbrechen, sei "ein verpflichtendes Gratis-Kindergartenjahr eine wichtige Investition in die Zukunft", so Küberl: "Der Vorteil ist, dass dadurch Kinder, sei es aus benachteiligten Familien oder etwa mit Migrationshintergrund, besser auf die Schule vorbereitet werden."

Jeder Einkauf hilft: Oster-Aktion als Auftakt zur Partnerschaft von BILLA und Caritas

BILLA hilft der Caritas helfen. Unter diesem Dach starten die Caritas und BILLA eine langfristige Unternehmenskooperation, die Betroffene unterstützen soll. Zum Auftakt möchte BILLA gemeinsam mit der Caritas im Rahmen der "Aktion Glückskind" benachteiligten Familien und besonders deren Kindern zu einem schöneren Osterfest verhelfen. Volker Hornsteiner, Vorstandssprecher BILLA AG: "Mit jedem gekauften Osterei unterstützen unsere Kunden Kinder und ihre Familien, die vom Schicksal getroffen wurden. Denn fünf Prozent des gesamten Ostereierverkaufserlöses in allen BILLA-Filialen in Österreich fließen als Spende direkt an die Caritas. Und weil man nie genug helfen kann, verdoppeln wir am Ende die Gesamtsumme noch einmal."

Das Engagement der Handelskette begründet Hornsteiner so: "Als größter Supermarkt des Landes leistet BILLA einen wesentlichen Beitrag zur Versorgung der Bevölkerung mit wertvollen und leistbaren Lebensmitteln. Wir sehen aber auch, dass sich nicht alle Menschen in Österreich leisten können, was sie täglich brauchen. Wir sehen es daher als unsere Verantwortung, einen Beitrag für jene Menschen zu leisten, die vom Schicksal benachteiligt sind. Die Zusammenarbeit mit der größten karitativen Organisation Österreichs sei für BILLA daher das richtige Zeichen, wenn es darum gehe, zu helfen: "Wir sind marktführend im Bereich des Lebensmittelhandels - die Caritas Nummer eins dort, wo es um Bedürftigkeit geht. Die Nähe der Caritas genau zu jenen Menschen, die wirklich Hilfe benötigen, war und ist uns sehr wichtig, deshalb freuen wir uns, dass wir diese Partnerschaft mit der Caritas schließen konnten", erläutert Hornsteiner.

Im Rahmen der langfristig angelegten Kooperation zwischen BILLA und der Caritas soll es künftig schwerpunktmäßig je drei große Aktionen pro Jahr geben. Nach Möglichkeit werden darüber hinaus auch die BILLA-Kunden in große Aktionen eingebunden - mit dem Ziel, gemeinsam noch mehr Kindern zu helfen. Das Geld aus der BILLA-Kooperation wird über die 32 österreichweiten Caritas-Sozialberatungsstellen gezielt an betroffene Familien weitergegeben. Rund 42.000 Menschen hat die Caritas dort im Vorjahr betreut. Insgesamt zahlte die Caritas rund 2,3 Millionen Euro an Soforthilfen aus.

Die Menschen, die sich an eine der Sozialberatungsstellen wenden, erhalten dort nicht nur eine finanzielle Unterstützung, in einem Beratungsgespräch mit den Caritas-SozialexpertInnen wird auch gemeinsam geklärt, welche Wege es aus der Armut gibt. "Leider ist die Nachfrage nach diesem Angebot in der Regel viel größer als die Mittel, die wir zur Verfügung haben. Wir sind deshalb froh um jede private Spende und jede Unterstützung seitens der Wirtschaft", bedankt sich der Caritas-Präsident bei BILLA für die wertvolle Mithilfe.

Mitarbeiterfonds der REWE Group Austria hilft, wenn das Schicksal zuschlägt

Verantwortung für benachteiligte Menschen zu übernehmen, ist REWE Group Austria auch im Hinblick auf das eigene Unternehmen ein großes Anliegen. Daher wurde ein Mitarbeiterfonds ins Leben gerufen, der mit 100.000 Euro dotiert ist und allen MitarbeiterInnen der REWE Group Austria und deren Familien nach einem Schicksalsschlag rasche und unkomplizierte Hilfe bietet.

"Der REWE Group Austria Mitarbeiterfonds wird soeben mit den Experten der Caritas fertig gestellt. Auch in Zukunft dürfen wir auf die professionelle Unterstützung der Caritas bei der Umsetzung dieses Fonds vertrauen. Die Partnerschaft ist für uns ein richtungweisendes Beispiel dafür, dass Wirtschaftsunternehmen Verantwortung übernehmen müssen, um so - idealerweise gemeinsam mit NGOs - einen wichtigen sozialen Beitrag für Österreich zu leisten", unterstreicht Frank Hensel, Vorstand REWE Group Austria.

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