- 11.03.2008, 15:12:56
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Papierindustrie: Das Ziel sind Null Arbeitsunfälle!
Neue Maßstäbe beim Thema Arbeitssicherheit - Bonus-Malus-Regelung wird verlangt: Performanceabhängige Staffelung der Unfallversicherungsbeiträge
Wien (PWK185) - Die österreichische Papierindustrie ist Vorreiter
beim Thema Arbeitssicherheit. Die Branche konnte die Zahl der
Arbeitsunfälle in den letzten 20 Jahren um 87 Prozent reduzieren.
Gemeinsam mit der Allgemeinen Unfallversicherungsanstalt und dem
Verband Arbeitssicherheit geht man nun neue Wege. "Unser Ziel Null
Unfälle ist möglich, es wurde bereits mehrfach in einzelnen
Unternehmen erreicht. Gesunde Mitarbeiter stärken die
Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe, gleichzeitig entlasten eine
wirksame Unfallprävention und eine Reduktion der Krankenstände die
Versicherungen" unterstreicht Wolfgang Pfarl, Präsident der
Austropapier - Vereinigung der Österreichischen Papierindustrie. "Wir
drängen darauf, dass sich unsere Fortschritte auch in einer
performanceabhängigen Staffelung der Unfallversicherungsbeiträge
niederschlagen. Diese wurde ja auch im letzten OECD-Bericht über das
österreichische Sozialversicherungssystem empfohlen. Unser
überdurchschnittliches Beitragsaufkommen soll auch wieder den
Betrieben zu Gute kommen."
Gottfried Joham, Geschäftsführer der Mondi Frantschach GmbH und
Leiter des ÖZEPA-Arbeitskreises Arbeitssicherheit, ergänzt: "Die
Papierindustrie befasst sich seit 1988, mit dem Top-Thema
Arbeitssicherheit. Das Motto "Jeder Unfall ist vermeidbar" gilt auch
heute unverändert. Durch die intensive Zusammenarbeit mit der AUVA
ist es gelungen, viel menschliches Leid zu verhindern. Darüber hinaus
führt die Reduktion der Betriebsunfälle bei durchschnittlichen
Unfallfolgekosten von rund 24.000 Euro zu Einsparungen von über 20
Millionen Euro pro Jahr! Um die Verantwortung unseren Mitarbeitern
gegenüber weiter zu stärken, haben wir nun gemeinsam mit der AUVA und
dem Verband Arbeitssicherheit eine interaktive DVD als hochwirksames
Instrument zur verbesserten internen Schulung gestaltet. Konzept,
Inhalt und Gestaltung dieser DVD sind neu. Wir sind überzeugt, damit
die Zahl der Betriebsunfälle noch weiter vermindern zu können."
Die AUVA steht für ein hochmodernes und umfassendes Angebot zur
Prävention, Unfallverhütung und Arbeitsmedizin, ebenso wie für
Unfallheilbehandlung und Rehabilitation und die finanzielle
Entschädigung von Unfallopfern. "Für uns ist besonders wichtig, dass
die Unternehmen gegenüber der Vermeidung von Unfällen und
Berufskrankheiten aufgeschlossen sind. Nur so war es möglich, die
Unfallrate in der Papierindustrie in den letzten fünf Jahren um 24
Prozent zu senken. Wir anerkennen die Erfolge und stehen der
Papierindustrie gerne zur Seite, wenn es um die Erreichung des
ehrgeizigen, aber nicht unrealistischen Ziels ‚Null Unfälle’ geht",
erklärt Dr. Wilfried Friedl, Leiter Sicherheitsmarketing und
Pressesprecher der AUVA.
"Unsere Kompetenz ist schwerpunktmäßig die koordinierte
Fachberatung und Sachinformation im Bereich `Persönliche
Schutzausrüstung´(PSA).
Die meisten Arbeitsunfälle wären bei entsprechendem Verhalten und dem
richtigen Anwenden und vor allem auch rechtzeitigen Einsatz
geeigneter Schutzmaßnahmen vermeidbar! Fachkundige praxisorientierte
Aufklärung und Hilfestellung bei der Auswahl normgerechter PSA sowie
eine sinnvolle Einbeziehung der Anwender bei der Entscheidungsfindung
sind wesentliche Faktoren für deutlich höhere Trageakzeptanz und
somit wichtige Beiträge für effiziente Prävention" erläutert Helfried
Knöbl, Vorstand des Verbandes Arbeitssicherheit. (us)
Rückfragehinweis:
Austropapier
DI Ilse Dostal-Wanivenhaus
(01 - 588 86
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