- 03.03.2008, 10:20:41
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ARBÖ: Jänner belastete Autofahrer mit Rekord-Teuerung von 7,3 Prozent
Teuerungs-Ausgleich für Pendler und berufsbedingte Fahren überfällig
Wien (OTS) - Während die allgemeine Teuerung im Jänner ganz leicht
zurückging (auf 3,3 Prozent gegenüber 3,6 Prozent im Dezember) legte
die Teuerung für Autofahrer auch noch einen Zahn zu und erreichte mit
7,3 Prozent einen neuen Spitzenwert, meldet der ARBÖ in Berufung auf
die Statistik Austria. "Die Autofahrer mussten eine doppelt so hohe
Verteuerung verkraften als die allgemeine Bevölkerung", stellt der
ARBÖ fest und fordert einen längst überfälligen Teuerungsausgleich
für Pendler und berufsbedingte Fahrten.
Bereits in den letzten sechs Jahren hat sich Autofahren um 13
Prozent verteuert und damit deutlich stärker als die allgemeine
Teuerung mit 9,7 Prozent. Gerade aus Niederösterreich und dem
Burgenland strömen Hunderttausende Pendler nach Wien, um arbeiten zu
können. Viele davon sind auf das Auto angewiesen. Im Namen des
Klimaschutzes hat die Regierung die Mineralölsteuer empfindlich
erhöht, also auch den Pendlern das Leben "hausgemacht" verteuert.
Entgegen der Versprechungen von Finanzminister Molterer sind diese
Mehreinnahmen bisher nicht für Klimaschutz ausgegeben worden,
kritisiert der ARBÖ.
Überdurchschnittlich gestiegen sind im Jänner die Preise für
Diesel (+25,7 %), Normalbenzin (+23,1%) und Eurosuper (20,8%). Teurer
wurden aber auch die Parkgebühren (24,2 %), Sommerreifen (+15,5 %),
das "Pickerl" (+8,5 %), Scheibenwischer (8,3%), Autobatterien (8,1%)
Ölservice (7,5 %), Parkpickerl (7,4 %). Teurer wurden
Klimaanlagenservice (+6,4 %), Motoröl (+5,9 %), Reifenservice (5,4 %)
und Material für Vorderradbremsen (+5,3 %). Verbilligt haben sich nur
Scheibenfrostsschutz (-6.9 %), Prämien für Teilkaskoversicherung
(-6,4 Prozent) und Winterreifen (-3,9 Prozent).
Im Detail fordert der ARBÖ:
* Entkoppelung von Inflationsrate und Versicherungsprämien. Derzeit
dürfen die Versicherungen die Kfz-Haftpflichtprämien in Ausmaß der
Inflation automatisch erhöhen, wodurch die ohnehin hohe Inflation nur
noch weiter angeheizt wird.
* Abschaffung der Umsatzsteuer auf die Normverbrauchsabgabe beim Kauf
neuer Autos:
Diese Steuer auf die Steuer ist völlig unverständlich, die EU droht
Österreich deswegen mit Klagen. Eine Abschaffung würde die Preise für
Neuwagen um ein bis drei Prozent verbilligen
* Höheres Kilometergeld:
Allein durch die Steigerung der Autokosten in den vergangenen Jahren
ist eine Erhöhung des Kilometergeldes von 38 auf 45 Cent
gerechtfertigt.
* Höhere Pendlerpauschale und höherer Verkehrsabsetzbetrag:
"Auch alle, die mit Öffis in die Arbeit müssen, sind von Teuerungen
betroffen. Daher sind höhere Pendlerpauschalen sachlich
gerechtfertigt. Man kann nicht Menschen strafen, die weite Wege in
Kauf nehmen, damit sie in die Arbeit kommen", so der ARBÖ
* Gebührenstopp:
Der ARBÖ fordert die Regierung auf, mit der automatischen Erhöhung
diverser Gebühren mit der Inflationsrate wieder Schluss zu machen und
heuer auf eine weitere Erhöhung der Vignettenpreise, der Reisepass-
sowie Führerscheingebühren zu verzichten.
Rückfragehinweis:
ARBÖ Presse und Öffentlichkeitsarbeit Mag. Lydia Ninz Tel.: (++43-1) 89121-280 Mobil: 0664/60 123 280 mailto:[email protected] http://www.arboe.at
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