- 22.02.2008, 11:51:08
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NÖ Industrie-Obmann Lutz sieht keinen Grund für Konjunktur-Pessimismus:
Profitieren von Erweiterungsländern und China!
St. Pölten (OTS) - Sieht man sich die jüngste Sonderauswertung des
WIFO-Konjunkturtests der Sparte Industrie der Wirtschaftskammer
Niederösterreich (WKNÖ) an, so ließen sich daraus überhaupt keine
Anzeichen für eine Rezession ableiten, urteilt deren Obmann KommR
Dieter Lutz.
Vor allem das Kernstück der NÖ Industrie, der Eisen- und
Metallsektor, der fast die Hälfte der Wertschöpfung erbringt, bewegt
sich unverändert auf sehr hohem Niveau. So betrug dessen
Auslastungsgrad im Jänner fast 91 %! Aber auch die in
Niederösterreich überwiegend angesiedelte Mineralölindustrie sowie
die chemische Industrie verfügen über eine unverändert gute
Konjunkturbasis. Wenn auch der Höhepunkt der Konjunkturphase
insgesamt überschritten sein dürfte, so zeigen sich doch die
befragten Unternehmen weitaus überwiegend zufrieden mit der aktuellen
Geschäftslage und wollen in vielen Bereichen sogar ihren
Beschäftigtenstand ausweiten.
Als Geheimnis des Erfolges der NÖ Industrie ortet Dieter Lutz,
dass sie es in den letzten Jahren in zunehmendem Ausmaß verstanden
habe, von den boomenden Märkten in den EU-Erweiterungsländern und
China zu profitieren. Viele niederösterreichische
Industrieunternehmen besitzen Werke in den angrenzenden neuen
EU-Ländern, aber auch in China. Als signifikantes Beispiel für die
Expansionschancen in diesen Ländern nennt Lutz die jüngste
Wachstumsrate des slowakischen Bruttoinlandsproduktes, die im 4.
Quartal des Vorjahres 14,1 % betragen hat.
WKNÖ-Spartenobmann Lutz, der auch ein Werk in den USA betreibt,
tritt damit den in den Medien verbreiteten negativen Analysen
entgegen, die ihre Wurzeln in der US-Finanzkrise haben. "Die hat aber
mit der 'realen Wirtschaft' in einem hochentwickelten Industrieland
wie Niederösterreich nur wenig zu tun. Außerdem sind die USA beileibe
nicht mehr der 'wirtschaftliche Nabel der Welt'. Wir Europäer mit
einem Binnenmarkt von fast 500 Mio. Einwohnern - gegenüber 300 Mio.
in den USA - sollten uns unserer wirtschaftlichen Stärken und Chancen
viel mehr bewusst sein und nicht in Pessimismus verfallen", fordert
der Spartenobmann.
Rückfragehinweis:
Wirtschaftskammer Niederösterreich Sparte Industrie 3100 St. Pölten, Landsbergerstraße 1 Tel.: (++43-0) 2742 / 851 DW 18200 mailto:[email protected] http://wko.at/noe/industrie
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