Leopold Museum-Presseaussendung: Stellungnahme zur Pressekonferenz "Schluss mit den faulen Ausreden" der Grünen

Wien (OTS) - Häuser am Meer
Prof. Dr. Rudolf Leopold hat in seinem Werkkatalog von 1972 Jenny Steiner als Vorbesitzerin der "Häuser am Meer" genannt. Allerdings wusste er bis zur Öffnung der Archive 1998 nicht, dass Jenny Steiner eine rassisch Verfolgte war, der das Bild entzogen wurde. Die Stiftung bedauert, dass durch ein Versehen bei der Abfassung der OTS Aussendung 0176 vom 14.2.08 ein Fehler passiert ist, der zur unrichtigen Behauptung geführt hat, Prof. Dr. Rudolf Leopold hätte nicht gewusst, dass Jenny Steiner Vorbesitzerin dieses Werkes gewesen sei.

Wally
Prof. Dr. Rudolf Leopold hat nie in Abrede gestellt, dass Frau Jaray ihm gegenüber behauptete, einen Anspruch auf das Bildnis Wally zu haben. Ihr weiteres Verhalten, aber auch die Auskunft des damaligen Leiters der Österreichischen Galerie, Hofrat Prof. Dr. Karl Garzarolli, dass die Österreichische Galerie das Bild aus der Sammlung Rieger erworben hatte, führte dazu, dass Prof. Dr. Rudolf Leopold keinerlei Bedenken über die Rechtmäßigkeit des Erwerbs des Bildes durch Tausch haben konnte. Der Vorstand der Leopold Museum-Privatstiftung ist daher verpflichtet, dieses Verfahren in New York bis zu seiner rechtskräftigen Entscheidung zu führen.

Museum
Die Leopold Museum-Privatstiftung verdankt ihre Kunstsammlung der bedeutendsten Schenkung von Kunst seit Bestehen der Republik durch eine Privatperson. Dieses Museum ist heute eines der beliebtesten Museen Österreichs und besuchermäßig die Nummer 1 im Wiener MuseumsQuartier. Weder die Kunstwerke der Sammlung noch die Privatstiftung stehen im Eigentum der Republik. Der Vorstand einer Stiftung ist ausschließlich dem Stiftungszweck verpflichtet und daher nicht in der Lage, politisch oder privat motivierten Zurufen ohne entsprechende Legitimation zum Schaden der Stiftung nachzukommen.

Egger-Lienz
Die aktuelle Ausstellung des Leopold Museum feiert den großen Künstler Albin Egger-Lienz. Die diesbezüglichen Raubkunstvorwürfe, die bis auf ein Bild nicht das Leopold Museum treffen, mögen die zuständigen Stellen klären. Das Bild der Stiftung "Waldinneres" wurde den Erben Duschinsky restituiert und an die Kärntner Landesgalerie in Klagenfurt verkauft. Entgegen dem Vorwurf bestand jedoch hinsichtlich dieses Bildes kein Ausfuhrverbot.

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