Hinterleitner "Gelbe Karte für die Gewerkschaft"

WKÖ lehnt die Forderung nach Sonder-KV ab und vermisst selbst Fairplay - Mehrarbeit wird selbstverständlich bezahlt

Wien (PWK594) - Der Obmann des Fachverbandes Gastronomie in der Wirtschaftskammer Österreich, KommR. Helmut Hinterleitner, erteilt den Forderungen der Gewerkschaft nach einem Sonderkollektivvertrag im Rahmen der EURO 2008 eine klare Absage. Dabei geht es vor allem um die Einführung eines zusätzlichen Nachtarbeitszuschlags für Mitarbeiter, die im Verlängerungszeitraum der Sperrstunden beschäftigt werden. Vorbild soll hier die kollektivvertragliche Regelung im Handel sein.

"Die Situation im Handel ist nicht mit jener in der Gastronomie vergleichbar, da die Gastronomie mit den bestehenden Öffnungszeiten grundsätzlich ihr Auslangen findet", so Hinterleitner. "Ein Sonderkollektivvertrag für die Länder der vier Austragungsorte steht schon aufgrund der unterschiedlichen Betroffenheit nicht zur Diskussion".

Die Aussage, wonach das Personal für seine Arbeitsleistung keinen Cent mehr erhalten werde, ist für Hinterleitner reine Polemik. "Mehrarbeit wird selbstverständlich bezahlt", unterstreicht der Sprecher des heimischen Gastgewerbes.

Die Behauptung, wonach die WKÖ Tourismusfunktionäre in ihrer Profitgier auf jeglichen Anstand verzichten und ihre Mitarbeiter austricksen wollten, verdient die gelbe, wenn nicht die rote Karte. Generell lassen die jüngsten Aussagen des Gewerkschaftsvorsitzenden Rudolf Kaske das geforderte Fairplay vermissen. "Die Behauptung, dass die Unternehmer mit Preiserhöhungen während der EURO 2008 ordentlich abkassieren wollen, ist sprichwörtlich unsportlich und entspricht keinesfalls der Realität, da die Gastronomie daran interessiert ist, dass die Gäste wiederkommen, auch nach der EM 2008", betont Hinterleitner. (hp)

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