Schierhuber kündigt weitere Verbesserungen des Carnet TIR Systems an

Der AISÖ-Präsident: "Dem Schmuggel keine Chance lassen" - Arbeitstagung mit Vertretern des Finanzministeriums, der IRU und der AISÖ in Wien

Wien (PWK120) - "Wir arbeiten im Rahmen des internationalen Carnet TIR Systems ständig an einer Verbesserung der Sicherheitsstandards und des Services für unsere Mitglieder", berichtet der Präsident der AISÖ ("Arbeitsgemeinschaft Internationaler Straßenverkehrsunternehmer Österreichs"), Heinz Schierhuber, anlässlich einer Arbeitstagung am Mittwoch in Wien, an der Vertreter des Finanzministeriums, der Internationalen Straßentransportunion (IRU) und der AISÖ teilnehmen. Im kommenden Jahr sollen Verfahrensänderungen in Kraft treten, die für die Mitglieder Vereinfachungen bringen und gleichzeitig die Sicherheit des Verfahrens weiter verbessern sollen.

"Auch wenn wir nur mehr eine Zollgrenze zur Schweiz haben, sind die Verbesserungen nötig, da der Wirtschaftsaustausch mit Drittstaaten im Steigen begriffen ist. Der Schmuggel und damit der Zollbetrug schädigt nicht nur die Transporteure und die Wirtschaft, sondern letztlich jeden Steuerzahler. Die erfolgreiche Kooperation mit dem Finanzministerium soll auch zeigen, dass wir dem Schmuggel keine Chance lassen", erklärt Schierhuber.

Das von der IRU und der UNO getragene Carnet TIR Zollverfahren ist ein vereinfachtes Zollverfahren, dass hauptsächlich im Verkehr mit Drittstaaten angewandt wird. Es beinhaltet die Haftung zugunsten des Staates für Zölle und Einfuhrabgaben einerseits und eine vereinfachte Zollabfertigung für den Transporteur andererseits. Mitglieder der Carnet TIR Konvention sind neben der EU fast alle europäischen Staaten, aber auch Staaten in anderen Kontinenten, wie Marokko, Syrien oder Kasachstan.

Österreich war bis 2004 Zollaußengrenze der EU und mußte einen Teil der Schadensbearbeitungen durchführen. "Das war für die AISÖ und die österreichischen Zollbehörden eine große Herausforderung. Gemeinsam mit den Zollbehörden und der IRU haben wir diese Arbeit erfolgreich bewältigt", blickt Schierhuber zurück.

Nach der Erweiterung der EU in den Jahren 2004 und 2007 sind die Schadensfälle (Schmuggel und Abgabenhinterziehung) in Österreich massiv zurückgegangen. Dazu Schierhuber: "Wir hatten pro Jahr ca. 600 Fälle hauptsächlich ausländischer Unternehmungen mit einer Schadenssumme von rund 500.000 Euro. Österreichische Unternehmen waren mit einem Anteil von 1,6 Prozent gottseidank kaum betroffen". (hp)

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