• 20.02.2008, 12:14:50
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Schierhuber kündigt weitere Verbesserungen des Carnet TIR Systems an

Der AISÖ-Präsident: "Dem Schmuggel keine Chance lassen" - Arbeitstagung mit Vertretern des Finanzministeriums, der IRU und der AISÖ in Wien

Wien (PWK120) - "Wir arbeiten im Rahmen des internationalen Carnet
TIR Systems ständig an einer Verbesserung der Sicherheitsstandards
und des Services für unsere Mitglieder", berichtet der Präsident der
AISÖ ("Arbeitsgemeinschaft Internationaler Straßenverkehrsunternehmer
Österreichs"), Heinz Schierhuber, anlässlich einer Arbeitstagung am
Mittwoch in Wien, an der Vertreter des Finanzministeriums, der
Internationalen Straßentransportunion (IRU) und der AISÖ teilnehmen.
Im kommenden Jahr sollen Verfahrensänderungen in Kraft treten, die
für die Mitglieder Vereinfachungen bringen und gleichzeitig die
Sicherheit des Verfahrens weiter verbessern sollen.

"Auch wenn wir nur mehr eine Zollgrenze zur Schweiz haben, sind
die Verbesserungen nötig, da der Wirtschaftsaustausch mit
Drittstaaten im Steigen begriffen ist. Der Schmuggel und damit der
Zollbetrug schädigt nicht nur die Transporteure und die Wirtschaft,
sondern letztlich jeden Steuerzahler. Die erfolgreiche Kooperation
mit dem Finanzministerium soll auch zeigen, dass wir dem Schmuggel
keine Chance lassen", erklärt Schierhuber.

Das von der IRU und der UNO getragene Carnet TIR Zollverfahren ist
ein vereinfachtes Zollverfahren, dass hauptsächlich im Verkehr mit
Drittstaaten angewandt wird. Es beinhaltet die Haftung zugunsten des
Staates für Zölle und Einfuhrabgaben einerseits und eine vereinfachte
Zollabfertigung für den Transporteur andererseits. Mitglieder der
Carnet TIR Konvention sind neben der EU fast alle europäischen
Staaten, aber auch Staaten in anderen Kontinenten, wie Marokko,
Syrien oder Kasachstan.

Österreich war bis 2004 Zollaußengrenze der EU und mußte einen
Teil der Schadensbearbeitungen durchführen. "Das war für die AISÖ und
die österreichischen Zollbehörden eine große Herausforderung.
Gemeinsam mit den Zollbehörden und der IRU haben wir diese Arbeit
erfolgreich bewältigt", blickt Schierhuber zurück.

Nach der Erweiterung der EU in den Jahren 2004 und 2007 sind die
Schadensfälle (Schmuggel und Abgabenhinterziehung) in Österreich
massiv zurückgegangen. Dazu Schierhuber: "Wir hatten pro Jahr ca. 600
Fälle hauptsächlich ausländischer Unternehmungen mit einer
Schadenssumme von rund 500.000 Euro. Österreichische Unternehmen
waren mit einem Anteil von 1,6 Prozent gottseidank kaum betroffen".
(hp)

Rückfragehinweis:

Wirtschaftskammer Österreich
   Fachverband Güterbeförderungsgewerbe
   Mag. Rudolf Christian Bauer
   Tel.: (++43) 9616363-57
   mailto: [email protected]
   www.dietransporteure.at

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