Leopold Museum-Privatstiftung: Klarstellung der Leopold Museum-Privatstiftung zur Aussendung der Grünen (Zinggl) OTS 116 vom 13.2.08

Wien (OTS) - Die Leopold Museum-Privatstiftung verdankt ihre Kunstsammlung der bedeutendsten Schenkung von Kunst seit Bestehen der Republik durch eine Privatperson. Als einziges Museum Österreichs veröffentlicht das Leopold Museum seit Mai 2001 den jeweiligen Stand seiner Provenienzforschung im Internet (http://www.leopoldmuseum.org - Die Sammlung Leopold - >Provenienzforschung -> zur Provenienzdatenbank). Es ist bestrebt, die Herkunft seiner Kunstwerke möglichst lückenlos zu erforschen und transparent zu machen.

Wolfgang Zinggl, Kultursprecher der Grünen, ignoriert die Provenienzfoschung des Leopold Museums zu gerne. Obwohl er um das rechtliche Schicksal des Bildes "Häuser am Meer von Egon Schiele (L.M. Inv. Nr. 452) bestens Bescheid weiß, gibt er wiederholt politisch motivierte Statements ab, die weder den Tatsachen noch der geltenden österreichischen Rechtslage entsprechen. Zur Klarstellung:
Der Sammler Rudolf Leopold hat 1953 die "Häuser am Meer von einer Wiener Privatperson im Wissen um deren Eigentum rechtmäßig erworben. Er hatte keine Ahnung, dass das Bild vor dem Jahr 1938 Jenny Steiner gehört haben sollte. Davon erfuhr er erst 1998, als die Archive geöffnet wurden. Damals war das Bild bereits im Bestand der Leopold Museum-Privatstiftung.

Ein Rechtsanspruch Dritter besteht daher nicht, auch wenn ihn Zinggl gerne "herbeipolemisieren und BM Schmied "andienen möchte. Die Stiftung wird alle konstruktiven Vorschläge offen diskutieren, von den "Grünen ist bisher noch keiner geäußert worden.

Das von der Bundesstaatsanwaltschaft New York angestrengte Verfahren "Vereinigte Staaten gegen Porträt Wally ist nach übereinstimmender Expertenmeinung sowohl nach österreichischen als auch nach amerikanischen Bestimmungen rechtswidrig. Die Leopold Museum-Privatstiftung sieht daher bislang keine Alternative dazu, als das Verfahren zu führen und das bevorstehende Urteil abzuwarten. Die Verfahrenskosten muss die Stiftung selbst verdienen; die Subventionen des Bundes zum Betrieb des Museums wurden seit dessen Bestehen nicht erhöht.

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