Mölzer: Türkischer Premier Erdogan als Schutzpatron der türkischen Parallelgesellschaft in Mitteleuropa

Wien (OTS) - "Der jüngste Besuch des türkischen Regierungschefs Erdogan in der Bundesrepublik Deutschland sollte eigentlich den letzten Verfechtern des EU-Beitritts der Türkei und den letzten Befürwortern der multikulturellen Zuwanderungsgesellschaft die Augen geöffnet haben", meint der FPÖ-EU-Abgeordnete Andreas Mölzer. "Das immer wieder beschworene hehre Ziel der Integration von Millionen Arbeitsmigranten in Mitteleuropa wird von den Zuwanderern selbst und von den politischen Repräsentanten derer Heimatländer, im konkreten Fall der Türkei, keineswegs befürwortet", so Mölzer weiter. Man wolle vielmehr Parallelgesellschaften bilden, diese zunehmend stärken und damit unausgesprochen so etwas wie türkische Landnahme in Deutschland und in Österreich betreiben.

"Erdogan machte bei seinem Deutschlandbesuch neuerlich klar, dass die Türkei die Aufnahme in die Europäische Union ‚ohne wenn und aber‘ anstrebt‘", meint der freiheitliche EU-Abgeordnete. Das von den Türkei-Skeptikern immer wieder in die Diskussion gebrachte Modell der "privilegierten Partnerschaft", dem auch Erdogans Gastgeberin Angela Merkel anhängt, komme für die Türken offensichtlich keinesfalls in Frage. "Auch Abstriche bei der offensiven und auch grenzüberschreitenden Sicherheits- und Militärpolitik Ankaras sind nicht zu erwarten", so Mölzer, "in der Kurdenfrage und in den immer wieder drohenden Übergriffen auf irakisches Staatsgebiet zur Bekämpfung der Kurden wollen die Türken offenbar ebenfalls keinerlei Zugeständnisse oder gar Abstriche machen." Im Gegenteil, es stünde zu erwarten, dass die Türkei im Falle einer EU-Mitgliedschaft dann auch noch die Beistandspflicht der übrigen EU-Staaten in Anspruch nehmen könnte, um die Kurden und andere Türkei-Gegner im Mittleren Osten zu bekämpfen.

"Im wachsenden Selbstbewusstsein ist die Politik der Türkei offenbar aber auch in Hinblick auf ihre Arbeitsmigranten in Europa geprägt", stellt Mölzer weiter fest. "Mehr oder weniger deutlich hat Erdogan bei seinem Deutschland-Besuch gemacht, dass Ankara gewillt ist, so etwas wie eine Schutzmachtrolle gegenüber den Türken in Deutschland, darüber hinaus aber insgesamt in Europa, einzunehmen." Der Tonfall, den türkische Zeitungen gegen die Deutschen nach dem Brand des von Türken bewohnten Hauses in Ludwigshafen anschlugen, wäre diesbezüglich überaus aufschlussreich: Vorschnell erklärte man das ganze zu einem rechtsextremen Brandanschlag, um lauthals zu tönen, es werde "den Krieg auf der Straße" geben, wenn sich dies bewahrheite, und die türkische Regierung wurde aufgefordert, gegenüber Deutschland offensiv zu werden. "Zwar rief Premier Erdogan in der Folge im Zuge seines Besuchs zwar zur Besonnenheit auf und bedankte sich bei den deutschen Helfern, sein Vorstoß aber, in Deutschland doch Schulen, Gymnasien und Universitäten für die Türken selbst in türkischer Sprache einzurichten - und das natürlich auf Kosten der bundesdeutschen Steuerzahler - schlug dann dem Fass den Boden aus", meint der freiheitliche Abgeordnete empört.

Zu Recht sei dieser Vorschlag von allen politischen Stimmen von deutscher Seite entschieden zurück gewiesen worden, dies wäre "Gift für die Integration", hörte man etwa von der bayrischen CSU. Mölzer abschließend: "In der Tat würde die Realisierung des Erdogan-Planes die Zementierung der türkischen Parallelgesellschaften durch ein eigenes Bildungssystem bedeuten, diese Parallelgesellschaften auf Kosten des Gastlandes auf Dauer kulturell als Stachel im Fleisch der deutschen Leitkultur verfestigen - eine Sache also, die entschieden abzulehnen und zu bekämpfen ist!"

Rückfragen & Kontakt:

Freiheitlicher Parlamentsklub

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FPK0002