- 05.02.2008, 14:07:58
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SoHo: Verhetzung und Diffamierung Homosexueller gehört gestoppt!
Traschkowitsch: Homosexuellen selben Schutz wie Gläubigen und AusländerInnen gewähren
Wien (SK) - "Immer wieder werden Homosexuelle öffentlich
diffamiert und bewusst Unwahrheiten geschürt. Teile der FPÖ und manch
kirchliche Kreise vermischen Homosexualität mit Pädophilie,
befürchten die Zerstörung der Familie durch Homosexuelle oder
bezeichnen gleichgeschlechtliche Liebe als anormal", so Peter
Traschkowitsch, geschäftsführender Vorsitzender der SoHo
(Sozialdemokratie und Homosexualität), heute Dienstag gegenüber dem
SPÖ-Pressedienst. "Deshalb fordern wir, dass Homosexuellen derselbe
Schutz vor Verhetzung gewährt wird, den auch Gläubige oder
AusländerInnen haben." ****
Das österreichische Strafgesetzbuch (StGB) schützt Kirchen und
Religionsgesellschaften, Völker und Stämme sowie deren Angehörige
gegen Verhetzung. Weitere gesetzliche Bestimmungen schützen zum
Beispiel das Geschlecht oder Alter. Sexuelle Orientierungen oder
Identitäten erhalten bislang keinen vergleichbaren Schutz.
"Ein umfassender Schutz von Homosexuellen gegen Diffamierung,
Beschimpfung oder Verhetzung ist überfällig! Aktuell zeigt der Umgang
mit dem Theaterstück 'König und König' im Dschungel Wien den Bedarf
solcher Bestimmungen. Im Zusammenhang mit dem Stück wird unter
anderem der Schutz von Kindern vor Homosexuellen gefordert.
Einerseits wird Homosexuellen damit Pädophilie vorgeworfen,
andererseits wird Homosexualität als anormales, versteckenswürdiges
Minderheitsproblem dargestellt. Zustände, die einem Land wie
Österreich nicht würdig sind!", so Traschkowitsch abschließend.
(Schluss) up/mp
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