• 05.02.2008, 13:23:47
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Österreichs E-Government ist Europa-Spitze und stößt auf internationales Interesse

Staatssekretärin Heidrun Silhavy trifft lettische Ministerin Ina Gudele bei IT-Messe in Wien

Wien (OTS) - Die größte österreichische Fachmesse für Information
und Telekommunikation wurde heute in Wien eröffnet. Dazu luden
Staatsekretärin Heidrun Silhavy, ihre lettische Amtskollegin Ina
Gudele sowie Vertreter der Wirtschaft zu einem Pressegespräch.

"Der IKT-Sektor hat in Österreich eine genauso hohe Bedeutung wie der
Tourismus.", betonte Silhavy, "Mehr als 14.000 Unternehmen mit
110.000 Beschäftigten sind in der Informations- und
Kommunikationsbranche tätig." Die große Mehrzahl der Unternehmen und
Haushalte verfüge bereits über einen Internetzugang: "97 Prozent der
österreichischen Unternehmen mit mehr als neun Mitarbeitern und 60
Prozent der privaten Haushalte nutzen das Internet.", so Silhavy.

Über 80 Prozent der Unternehmen nutzen bereits das E-Government
Service, immer mehr BürgerInnen sind elektronische Kundinnen. Der
digitale Amtshelfer Help.gv.at registrierte im Jänner 2008 über
440.000 Besucher. "Kein reales Amt könnte den Ansturm von mehr als
20.000 Leuten pro Tag verkraften", unterstrich Silhavy, "daher ist
uns unser Europameistertitel im E-Government ein Auftrag zu
Fortsetzung der erfolgreichen Strategie gemeinsam mit den Ländern,
Gemeinden und der Wirtschaft unter der Flagge der Plattform Digitales
Österreich." Das Bürgerservice von Help.gv.at werde nun auf alle 2357
Gemeinden Österreichs ausgedehnt, dafür gebe es ein kostenloses
Gemeindepaket mit den entsprechenden Formularen und Informationen.

Ein zentrales Element des E-Governments sei die Bürgerkarte. "Sie ist
elektronischer Ausweis und Unterschrift." Mit ihr können
verschiedenste Amtswege elektronisch erledigt werden: von der
Steuererklärung bis zur Heiratsurkunde, von der Bauanzeige bis zum
Staatsbürgerschaftnachweis. "Die Umsetzung der
EU-Dienstleistungsrichtlinie geht auch ganz klar in Richtung
elektronischer Identitätskarten wie die Bürgerkarte.", erläutere
Silhavy die Bedeutung für die Zukunft in Europa. Der Bund habe ein
immer größer werdendes Angebot, auch der Hauptverband der
Sozialversicherungsträger sei ein wichtiger Partner. Der Finanz- und
Versicherungssektor müsse aber noch nachziehen. "Wir werden den
Durchbruch der Bürgerkarte nur dann erzielen, wenn wir alle an einem
Strang ziehen

Ein besonders Anliegen ist Silhavy die Barrierefreiheit. Help.gv sei
auf Bundesebene bereits barrierefrei gestaltet. Doch nicht nur die
Dienstleistungen der Verwaltung müssten für alle einfach zugänglich
sein, auch die Wirtschaft und die IKT-Industrie seien gefordert. "Es
geht um Chancengleichheit in der Gesellschaft, barrierefreies
Internet muss zu einer Selbstverständlichkeit auf allen Ebenen
werden!", schloss Silhavy.

Ihre lettische Amtkollegin, die Ministerin für E-government, Ina
Gudele möchte mit Staatssekretärin Silhavy nicht nur Erfahrungen
austauschen, sondern auch konkrete Kooperationen einleiten.

Rückfragehinweis:
Cornelia Zoppoth
Pressesprecherin von Staatssekretärin Silhavy
Tel. (01) 531 15 - 2830 od. 0664 /1833937

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