Österreichs E-Government ist Europa-Spitze und stößt auf internationales Interesse

Staatssekretärin Heidrun Silhavy trifft lettische Ministerin Ina Gudele bei IT-Messe in Wien

Wien (OTS) - Die größte österreichische Fachmesse für Information und Telekommunikation wurde heute in Wien eröffnet. Dazu luden Staatsekretärin Heidrun Silhavy, ihre lettische Amtskollegin Ina Gudele sowie Vertreter der Wirtschaft zu einem Pressegespräch.

"Der IKT-Sektor hat in Österreich eine genauso hohe Bedeutung wie der Tourismus.", betonte Silhavy, "Mehr als 14.000 Unternehmen mit 110.000 Beschäftigten sind in der Informations- und Kommunikationsbranche tätig." Die große Mehrzahl der Unternehmen und Haushalte verfüge bereits über einen Internetzugang: "97 Prozent der österreichischen Unternehmen mit mehr als neun Mitarbeitern und 60 Prozent der privaten Haushalte nutzen das Internet.", so Silhavy.

Über 80 Prozent der Unternehmen nutzen bereits das E-Government Service, immer mehr BürgerInnen sind elektronische Kundinnen. Der digitale Amtshelfer Help.gv.at registrierte im Jänner 2008 über 440.000 Besucher. "Kein reales Amt könnte den Ansturm von mehr als 20.000 Leuten pro Tag verkraften", unterstrich Silhavy, "daher ist uns unser Europameistertitel im E-Government ein Auftrag zu Fortsetzung der erfolgreichen Strategie gemeinsam mit den Ländern, Gemeinden und der Wirtschaft unter der Flagge der Plattform Digitales Österreich." Das Bürgerservice von Help.gv.at werde nun auf alle 2357 Gemeinden Österreichs ausgedehnt, dafür gebe es ein kostenloses Gemeindepaket mit den entsprechenden Formularen und Informationen.

Ein zentrales Element des E-Governments sei die Bürgerkarte. "Sie ist elektronischer Ausweis und Unterschrift." Mit ihr können verschiedenste Amtswege elektronisch erledigt werden: von der Steuererklärung bis zur Heiratsurkunde, von der Bauanzeige bis zum Staatsbürgerschaftnachweis. "Die Umsetzung der EU-Dienstleistungsrichtlinie geht auch ganz klar in Richtung elektronischer Identitätskarten wie die Bürgerkarte.", erläutere Silhavy die Bedeutung für die Zukunft in Europa. Der Bund habe ein immer größer werdendes Angebot, auch der Hauptverband der Sozialversicherungsträger sei ein wichtiger Partner. Der Finanz- und Versicherungssektor müsse aber noch nachziehen. "Wir werden den Durchbruch der Bürgerkarte nur dann erzielen, wenn wir alle an einem Strang ziehen

Ein besonders Anliegen ist Silhavy die Barrierefreiheit. Help.gv sei auf Bundesebene bereits barrierefrei gestaltet. Doch nicht nur die Dienstleistungen der Verwaltung müssten für alle einfach zugänglich sein, auch die Wirtschaft und die IKT-Industrie seien gefordert. "Es geht um Chancengleichheit in der Gesellschaft, barrierefreies Internet muss zu einer Selbstverständlichkeit auf allen Ebenen werden!", schloss Silhavy.

Ihre lettische Amtkollegin, die Ministerin für E-government, Ina Gudele möchte mit Staatssekretärin Silhavy nicht nur Erfahrungen austauschen, sondern auch konkrete Kooperationen einleiten.

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Cornelia Zoppoth
Pressesprecherin von Staatssekretärin Silhavy
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