Zivildiener des Samariterbundes stoppt führerlosen Bus

19-Jähriger reagierte geistesgegenwärtig

Wien (OTS) - Ein mit etwa zehn Fahrgästen besetzter Bus der Linie 10A rollte heute rund 170 Meter führerlos die Johnstraße hinab. Der Fahrer hatte zuvor den Wagen verlassen, um eine Reparatur durchzuführen. Daniel Macher (19), Zivildiener beim Samariterbund, und eine Passagierin, die am Vortag einen Erste Hilfe-Kurs beim Samariterbund begonnen hatte, reagierten geistesgegenwärtig:
Kurzentschlossen lenkten sie den Bus an den Straßenrand. Dank der raschen Reaktion der beiden Ersthelfer endete der Zwischenfall relativ glimpflich: Lediglich drei Menschen wurden verletzt.

Der 19-Jährige leistet seit November seinen Zivildienst beim Samariterbund. Anfang Jänner bestand er die Prüfung zum Rettungssanitäter mit Auszeichnung. Anderen Menschen zu helfen, ist täglich seine Aufgabe - und heute auch Herausforderung. Als er realisierte, dass der Bus führerlos zu rollen begann und der Fahrer von außen nicht mehr in den Bus kommen konnte, reagierte er ohne zu zögern. "Es war ein Reflex. Ich habe mir nur gedacht, da wird jetzt gleich was passieren und habe gemeinsam mit einer anderen Passagierin den Bus nach rechts gelenkt, um ihn zum Stehen zu bringen und das Schlimmste zu verhindern", erinnert sich Macher. Einen Bus hatte er davor noch nie in seinem Leben gelenkt.

Rund 170 Meter rollte der Bus die Johnstraße hinab, kratze an geparkten Autos entlang, durchstieß einen Zaun und kam schließlich zum Stillstand. Für drei Menschen endete der Unfall mit leichten Verletzungen, die anderen kamen Dank des couragierten Einsatzes des Zivildieners und der Passagierin mit dem Schrecken davon.

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