- 04.02.2008, 11:22:11
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USA: Super-Tuesday auch im Zeichen von Umwelt- und Alternativenergie
150 Mrd. US-Dollar-Investitionen in den Umwelttechnologiebereich geplant - Förderung von Alternativenergien, Steigerung der Energieeffizienz
Wien (PWK082) - In der "Mutter aller Vorwahlschlachten" für die
die US-Medien Kosenamen wie "Giga Tuesday", "Tsunami Tuesday" oder
"Super Duper Tuesday" gefunden haben, werden am 5. Februar
wesentliche Weichenstellungen für den US-amerikanischen
Präsidentschaftswahlkampf erwartet. In 24 Bundesstaaten wird an einem
Tag die Hälfte der für eine Nominierung notwendigen
Delegiertenstimmen gewonnen oder verloren. Je klarer die
Entscheidungen am Super-Tuesday, desto besser die Chancen des
jeweiligen Gewinners im Endspiel am 8. November. Ein heißes Thema des
Wahlkampfes ist auch die künftige Umweltpolitik der USA.
"Österreichs Technologielieferanten im Umwelt- und
Alternativenergiebereich mit Appetit auf den US Markt sollten -
zumindest den Wahlversprechungen zufolge - auf einen Präsidenten aus
dem demokratischen Lager hoffen", heißt es seitens der
österreichischen Außenhandelstellen in den USA (New York, Chicago,
Los Angeles), "denn der Umwelt- und Alternativenergiebereich ist eine
der Zukunftsbranchen in den USA mit großem Exportpotenzial für
österreichische Unternehmen und hier stehen, glaubt man den
demokratischen Präsidentschaftsbewerbern, große Investitionen an."
Bei Hillary Clinton und Barak Obama unterscheiden sich die Positionen
zu diesem Thema kaum: Beide wollen in den nächsten 10 Jahren rund 150
Mrd. US-Dollar in Umwelt- und Alternativtechnologien investieren.
Wichtige Punkte bei den Demokraten sind dabei die Förderung von
Alternativenergien, die Steigerung der Energieeffizienz, die
Einführung von marktbasierenden Emissionshandelssystemen für
Energieproduzenten, "green building" und eine verstärkte
internationale Kooperation bei Energie- und Umweltfragen. Für
österreichische Firmen ist auch relevant, dass beide Kandidaten den
Amerikanern treibstoffärmere Pkw verschreiben wollen.
Republikanischen Kandidaten wie John McCain setzen hingegen auf mehr
Eigeninitiativen von Unternehmen und allgemeine Absichterklärungen
"Die Kompetenz österreichischer Umwelt- und Energietechnologien
ist in den USA schon bekannt", berichtet Christian Kesberg,
österreichischer Handelsdelegierter in New York. Dazu tragen u.a. die
bisherigen Markterfolge von Firmen wie den Abfallspezialisten
Komptech und Untha Austria Shredding Technology sowie der Austrian
Technology & Environment (AE&E) bei. Die AE&E hat erst kürzlich einen
wichtigen Auftrag für die Lieferung eines Wirbelschichtkessels
gewonnen, weil sie als einziger Anbieter die hohen Umweltauflagen für
die Emissionswerte erfüllen konnte. Im Kfz-Bereich sind
österreichische Firmen schon seit längerem mit der amerikanischen
Kfz-Industrie für den Einsatz von Dieselmotoren und leichteren
Werkstoffen wie Aluminium und Magnesium in Kontakt.
Zeitlich käme eine "Grünphase" in der US-Politik gerade recht: Aus
Mitteln der Internationalisierungsoffensive ‚go-international’ der
Außenwirtschaft Österreich (AWO) und des BMWA werden gerade Studien
zum Potential des US-Marktes für Umwelttechnik und Alternativenergien
in den USA ausgearbeitet, die noch vor den Präsidentschaftswahlen
präsentiert werden. Für die Anbahnung oder Intensivierung von
Geschäftskontakten eignen sich dann die österreichischen
Gruppenausstellungen auf der "Intersolar North America" und der
Wassermesse "Weftec" sowie die Infostände der Außenhandelstellen auf
weiteren wichtigsten US-Umwelt- und Energiemessen. (BS)
Rückfragehinweis:
Dr. Christian Kesberg Außenhandelsstelle New York [email protected] +1 212 421 52 50 http://advantageaustria.org/us Mag. Franz Rössler Außenhandelsstelle Chicago [email protected] +1 312 644 55 56 Mag. Hans-Christian Kügerl AH-Stelle Los Angeles [email protected] +1 310 477 99 88
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