USA: Super-Tuesday auch im Zeichen von Umwelt- und Alternativenergie

150 Mrd. US-Dollar-Investitionen in den Umwelttechnologiebereich geplant - Förderung von Alternativenergien, Steigerung der Energieeffizienz

Wien (PWK082) - In der "Mutter aller Vorwahlschlachten" für die
die US-Medien Kosenamen wie "Giga Tuesday", "Tsunami Tuesday" oder "Super Duper Tuesday" gefunden haben, werden am 5. Februar wesentliche Weichenstellungen für den US-amerikanischen Präsidentschaftswahlkampf erwartet. In 24 Bundesstaaten wird an einem Tag die Hälfte der für eine Nominierung notwendigen Delegiertenstimmen gewonnen oder verloren. Je klarer die Entscheidungen am Super-Tuesday, desto besser die Chancen des jeweiligen Gewinners im Endspiel am 8. November. Ein heißes Thema des Wahlkampfes ist auch die künftige Umweltpolitik der USA.

"Österreichs Technologielieferanten im Umwelt- und Alternativenergiebereich mit Appetit auf den US Markt sollten -zumindest den Wahlversprechungen zufolge - auf einen Präsidenten aus dem demokratischen Lager hoffen", heißt es seitens der österreichischen Außenhandelstellen in den USA (New York, Chicago, Los Angeles), "denn der Umwelt- und Alternativenergiebereich ist eine der Zukunftsbranchen in den USA mit großem Exportpotenzial für österreichische Unternehmen und hier stehen, glaubt man den demokratischen Präsidentschaftsbewerbern, große Investitionen an." Bei Hillary Clinton und Barak Obama unterscheiden sich die Positionen zu diesem Thema kaum: Beide wollen in den nächsten 10 Jahren rund 150 Mrd. US-Dollar in Umwelt- und Alternativtechnologien investieren. Wichtige Punkte bei den Demokraten sind dabei die Förderung von Alternativenergien, die Steigerung der Energieeffizienz, die Einführung von marktbasierenden Emissionshandelssystemen für Energieproduzenten, "green building" und eine verstärkte internationale Kooperation bei Energie- und Umweltfragen. Für österreichische Firmen ist auch relevant, dass beide Kandidaten den Amerikanern treibstoffärmere Pkw verschreiben wollen. Republikanischen Kandidaten wie John McCain setzen hingegen auf mehr Eigeninitiativen von Unternehmen und allgemeine Absichterklärungen

"Die Kompetenz österreichischer Umwelt- und Energietechnologien ist in den USA schon bekannt", berichtet Christian Kesberg, österreichischer Handelsdelegierter in New York. Dazu tragen u.a. die bisherigen Markterfolge von Firmen wie den Abfallspezialisten Komptech und Untha Austria Shredding Technology sowie der Austrian Technology & Environment (AE&E) bei. Die AE&E hat erst kürzlich einen wichtigen Auftrag für die Lieferung eines Wirbelschichtkessels gewonnen, weil sie als einziger Anbieter die hohen Umweltauflagen für die Emissionswerte erfüllen konnte. Im Kfz-Bereich sind österreichische Firmen schon seit längerem mit der amerikanischen Kfz-Industrie für den Einsatz von Dieselmotoren und leichteren Werkstoffen wie Aluminium und Magnesium in Kontakt.

Zeitlich käme eine "Grünphase" in der US-Politik gerade recht: Aus Mitteln der Internationalisierungsoffensive ‚go-international’ der Außenwirtschaft Österreich (AWO) und des BMWA werden gerade Studien zum Potential des US-Marktes für Umwelttechnik und Alternativenergien in den USA ausgearbeitet, die noch vor den Präsidentschaftswahlen präsentiert werden. Für die Anbahnung oder Intensivierung von Geschäftskontakten eignen sich dann die österreichischen Gruppenausstellungen auf der "Intersolar North America" und der Wassermesse "Weftec" sowie die Infostände der Außenhandelstellen auf weiteren wichtigsten US-Umwelt- und Energiemessen. (BS)

Rückfragen & Kontakt:

Dr. Christian Kesberg
Außenhandelsstelle New York
newyork@wko.at
+1 212 421 52 50
http://advantageaustria.org/us

Mag. Franz Rössler
Außenhandelsstelle Chicago
chicago@wko.at
+1 312 644 55 56

Mag. Hans-Christian Kügerl
AH-Stelle Los Angeles
losangeles@wko.at
+1 310 477 99 88

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