Strache: Tschad: Kriegsminister Darabos und Plassnik tragen volle Verantwortung

FPÖ verlangt Rücktritt von Verteidigungsminister und Außenministerin und sofortige Einberufung des Nationalen Sicherheitsrats

Wien (OTS) - Den sofortigen Abzug der österreichischen Soldaten
aus dem Tschad forderte FPÖ-Bundesparteiobmann HC Strache in seiner heutigen Pressekonferenz. Verteidigungsminister Darabos und Außenministerin Plassnik forderte er zum Rücktritt auf. Weiters solle der Nationale Sicherheitsrat unverzüglich zusammentreten und nicht erst am Donnerstag.

Strache sieht jüngste Agenturmeldungen, wonach Frankreich vorhabe, auf Seite der Regierung des Tschad in den Krieg einzutreten, als Bestätigung aller freiheitlichen Warnungen, dass es sich hier um keinen Friedens-, sondern einen Kriegseinsatz handle, der in keiner Weise mit den Missionen in Zypern oder am Golan zu vergleichen sei. Jeder europäische Soldat werde bei einem Eingreifen Frankreichs von den Rebellen als Partei gewertet.

"Verteidigungsminister Darabos soll unsere Soldaten heimholen, Außenministerin Plassnik soll das in Brüssel bekannt geben, und dann sollen sie beide zurücktreten", forderte Strache. Diese beiden Kriegsminister würden die volle Verantwortung tragen, wenn auch nur ein einziger unserer Soldaten nicht unversehrt aus Afrika nach Hause komme. Strache bezeichnete die Rolle dieser beiden Minister als deprimierend.

Bei Darabos könne man noch zugute halten, dass er offenbar nicht wisse, was er tue, und von seinem Amt sichtlich schwer überfordert sei. "Aber das gilt nicht für die Außenministerin, die das internationale Parkett sehr gut kennt", sagte Strache. Plassnik wolle um jeden Preis einen nicht permanenten Sitz im UN-Sicherheitsrat, deshalb forciere sie den Tschad-Einsatz.

Strache verlangte die umgehende Einberufung des Nationalen Sicherheitsrats. Und weiter sagte er: "Wir werden alles dazu beitragen, dass diese Mission umgehend abgebrochen wird."

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