- 01.02.2008, 13:00:21
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Leitl fordert EZB zur Leitzinssenkung auf
USA senkt Zinsen schrittweise, Japan erwägt nachzuziehen, nur Europa bleibt starr - auf Kosten von Wachstum und Beschäftigung
Wien (PWK081) - "Wenn die EZB jetzt nicht bald handelt, dann hat
sie endgültig das Prädikat ‚EZB - Europäische Zuschauer Bank’
verdient", kritisiert Christoph Leitl als WKÖ-Präsident und in seinen
europäischen Funktionen die abwartende Haltung der Europäischen
Zentralbank, anlässlich der erneuten Zinssenkung in den USA binnen
kürzester Zeit. "Auch die Bank of Japan hat bereits die Bereitschaft
zu einer Zinssenkung durchblicken lassen, nur Europa bleibt starr und
gefährdet damit das Konjunkturwachstum und die Beschäftigungslage in
der EU."
Die von den Amerikanern verfolgte Strategie sei klar und
nachvollziehbar. Über einen "stillen Ausgleich" solle die
Entschuldung Amerikas vorangetrieben und Europa indirekt an den
Kosten des Irak-Kriegs beteiligt werden. "Darüber hinaus läuft Europa
Gefahr durch den verschärften Euro-Dollar-Wechselkurs an
Wettbewerbsfähigkeit auf wichtigen Exportmärkten zu Gunsten der USA
zu verlieren", skizziert Leitl eine loose-loose-Situation für Europa,
wenn nicht rasch reagiert und eine klare Gegenstrategie gefahren
wird.
"Diese kann nur eine Leitzinssenkung durch die EZB bedeuten, wenn
wir Europäer nicht Zuschauer einer Heim-Niederlage werden wollen",
fordert der Wirtschaftskammerpräsident. (Ne)
Rückfragehinweis:
Wirtschaftskammer Österreich Stabsabteilung Wirtschaftspolitik Mag. Harald Kaszanits Tel.: (++43) 0590 900-4499 Fax: (++43) 0590 900-258 mailto:[email protected] http://wko.at/wp
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