- 01.02.2008, 12:54:33
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Landwirtschaft leistet bereits ihren Solidarbeitrag
Wien (OTS) - Landwirtschaft darf nicht weiter zum Spielfeld
vermeintlicher Sozialpolitik werden. Die neuesten Vorschläge von
Sozialminister Erwin Buchinger, Leistungsabgeltungen aus der
Landwirtschaft abzuziehen, um damit eine Inflationsabgeltung zu
finanzieren, haben nichts mit sozialer Gerechtigkeit zu tun, sondern
gefährden gesunde Betriebe, an denen Arbeitsplätze, Know how,
Innovationen und viele andere wesentliche Leitungen an die
Gesellschaft hängen. "Menschen in einer sozialen Notlage muss
unbedingt geholfen werden - das muss sich Österreich leisten! Es ist
allerdings ungeheuerlich, dass sich Sozialminister Buchinger in
seiner "Belastungspolitik" auf eine kleine Gruppe Erwerbstätiger
einschießt, die bisher ihre Aufgaben für die Gesellschaft immer in
höchstem Maß erfüllt hat. Offensichtlich zeigt er sich nicht nur in
Fragen der Landwirtschaft sondern auch in den Grundzügen des
Sozialsystems, für das er immerhin Regierungsverantwortung trägt,
erstaunlich uninformiert", so DI Felix Montecuccoli, Präsident der
Land&Forst Betriebe Österreich.
Im österreichischen Sozialsystem, das sich aus Beiträgen und
Steuern und Abgaben finanziert, gibt es eine einzige Gruppe von
Erwerbstätigen, deren Steuern und Abgaben weit über die
Höchstbeitragsgrundlage hinausgehen - und das sind Land- und
Forstwirte. Darüber hinaus zahlen ausschließlich Land- und Forstwirte
ihre Beiträge zum Sozialsystem auch bei Sturmschäden, im Seuchenfall
oder bei Missernten unabhängig vom Einkommen.
"Diesen Vorsprung an sozialer Solidarität müssen uns andere
Bevölkerungsgruppen erst einmal nachmachen, bevor an weitere
Eingriffe in die Leistungsabgeltung für die Landwirtschaft
nachgedacht werden kann", unterstreicht Montecuccoli. Die
Gesellschaft braucht und erwartet Mehrleistungen von den
österreichischen Landwirten, die über keinen Markt absetzbar sind,
aber wesentlich zur Lebensqualität in Österreich beitragen. Dafür
sieht ein europaweit gültiges Landwirtschaftssystem eine konkrete
Leistungsabgeltung vor. Von den derzeit erhöhten Lebensmittelpreisen
landen bei den Landwirten bei einem Kilo Mischbrot ganze 3,9 Prozent
und von der Semmel keine 2 Prozent.
"Wir treten dafür ein, dass den Ärmsten im Land geholfen wird.
Aber nicht auf dem Rücken der in der Landwirtschaft Beschäftigten.
Das wird allein den sozialen Frieden stören, aber nicht den
Bedürftigen in unserem Land helfen. Diesen Zynismus müssen wir aufs
schärfste zurückweisen", betonte Felix Montecuccoli abschließend.
Rückfragehinweis:
Land&Forst Betriebe Österreich, Karin Seifert
Tel.: 01/533 02 27-17, mailto:office@landforstbetriebe.at
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