- 29.01.2008, 14:46:11
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Neugebauer: Unterausschuss Unterricht will Themenaufarbeitung durch Bildungsministerium begleiten
Große Arbeitsdichte - Start der sprachlichen Frühförderung in Kindergärten soll im Herbst beginnen
Wien (ÖVP-PK) - Die Erstellung eines Nationalen Bildungsplanes für
das letzte Kindergartenjahr mit Schwerpunkt auf Sprachförderung stand
heute, Dienstag, im Mittelpunkt des ersten Unterausschusses des
Unterrichtsausschusses, erläuterte heute, Dienstag,
ÖVP-Bildungssprecher Abg. Fritz Neugebauer, Vorsitzender des
Unterausschusses des Unterrichtsausschusses gemeinsam mit seinem
Stellvertreter, SPÖ-Bildungssprecher Abg. DDr. Erwin Niederwieser die
Themen der Sitzung. "Für die ÖVP war und ist die Frage des
Spracherwerbs als Schlüssel zur Integration ein wichtiger
Schwerpunkt. Sprache ist ein mächtiges Instrument, nicht nur für
Kinder", so Neugebauer ****
Es sei ein "sehr fruchtbarer Gedankenaustausch gewesen, an dem sich
die Kollegen aller Fraktionen beteiligt haben", so Neugebauer. Es
gehe dabei um wesentliche Fragen, zu dem Abgeordnete durchaus
Position beziehen sollten, und darum, die Themenaufarbeitung durch
das Bildungsministerium zu begleiten.
Schwerpunkt sei dabei vor allem der Fahrplan für die geplante
Sprachförderung gewesen - ein Projekt, das auch im
Koalitionsübereinkommen festgehalten ist. Hier gebe es eine große
"Arbeitsdichte", stellte Neugebauer fest und verwies darauf, dass ab
September die frühsprachliche Förderung im Kindergarten beginnen
sollte.
Zum Unterausschuss wurden vier Experten zum Gedankenaustausch
gebeten:
- a.o. Univ.Prof. Rudolf de Cillia vom Institut für
Sprachwissenschaften an der Universität Wien, der vor allem den
positiven Effekt der Mehrsprachigkeit hervorhob;
- Mag. Maria Dippelreiter vom Bildungsministerium, zuständig für die
Bildungsanstalten für Kinder- und Sozialpädagogik,
- Birgit Eder vom Amt der Tiroler Landesregierung, Fortbildungsstelle
für das Personal in Kindergärten, Horten und Kindergrippen sowie
- Univ.Prof. DDr. Christiane Spiel vom Institut für
Wirtschaftspsychologie, Bildungspsychologie und Evaluation der
Universität Wien.
Gerade für Kinder mit Migrationshintergrund sei es wichtig, dass sie
ihre Muttersprache gut beherrschen: Die Qualität der Muttersprache
habe einen direkten Zusammenhang mit dem Erlernen der
Unterrichtssprache. Wichtig sei dabei die Schärfung dafür, dass die
Schulfähigkeit ein Ergebnis des Vorschulischen ist, so der
ÖVP-Bildungssprecher.
"Gas geben" müsse man deshalb auch hinsichtlich der 15a-Vereinbarung
zwischen Bund und Ländern - die zwar schon "auf dem Tisch liege, aber
leider noch nicht unterfertigt" sei, wies Neugebauer auf die
Vereinbarung zwischen Bund und Länder über den Ausbau des
institutionellen Kinderbetreuungsangebots, die Einführung der
verpflichtenden frühen sprachlichen Förderung in institutionellen
Kinderbetreuungseinrichtungen sowie Schaffung eines bundesweiten
vorschulischen Bildungsplanes.
Angesprochen auf einen Überhang von Klassen mit Kindern mit
nicht-deutscher Muttersprache meinte der Bildungspolitiker: "Die
Botschaft muss heißen: Nicht zu viele Kinder in einer Klasse, die
einer Förderung bedürfen.". Wenn dies nicht überall verwirklicht
werde, dann liege es an den organisatorischen Rahmenbedingungen. In
Wien werde beispielsweise in diesem Fall mit Schülergruppen zu
arbeiten sein.
(Schluss)
Rückfragehinweis:
Pressestelle des ÖVP-Parlamentsklubs
Tel. 01/40110/4432
http://www.oevpklub.at
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