Neugebauer: Unterausschuss Unterricht will Themenaufarbeitung durch Bildungsministerium begleiten

Große Arbeitsdichte - Start der sprachlichen Frühförderung in Kindergärten soll im Herbst beginnen

Wien (ÖVP-PK) - Die Erstellung eines Nationalen Bildungsplanes für das letzte Kindergartenjahr mit Schwerpunkt auf Sprachförderung stand heute, Dienstag, im Mittelpunkt des ersten Unterausschusses des Unterrichtsausschusses, erläuterte heute, Dienstag, ÖVP-Bildungssprecher Abg. Fritz Neugebauer, Vorsitzender des Unterausschusses des Unterrichtsausschusses gemeinsam mit seinem Stellvertreter, SPÖ-Bildungssprecher Abg. DDr. Erwin Niederwieser die Themen der Sitzung. "Für die ÖVP war und ist die Frage des Spracherwerbs als Schlüssel zur Integration ein wichtiger Schwerpunkt. Sprache ist ein mächtiges Instrument, nicht nur für Kinder", so Neugebauer ****

Es sei ein "sehr fruchtbarer Gedankenaustausch gewesen, an dem sich die Kollegen aller Fraktionen beteiligt haben", so Neugebauer. Es gehe dabei um wesentliche Fragen, zu dem Abgeordnete durchaus Position beziehen sollten, und darum, die Themenaufarbeitung durch das Bildungsministerium zu begleiten.

Schwerpunkt sei dabei vor allem der Fahrplan für die geplante Sprachförderung gewesen - ein Projekt, das auch im Koalitionsübereinkommen festgehalten ist. Hier gebe es eine große "Arbeitsdichte", stellte Neugebauer fest und verwies darauf, dass ab September die frühsprachliche Förderung im Kindergarten beginnen sollte.

Zum Unterausschuss wurden vier Experten zum Gedankenaustausch gebeten:
- a.o. Univ.Prof. Rudolf de Cillia vom Institut für Sprachwissenschaften an der Universität Wien, der vor allem den positiven Effekt der Mehrsprachigkeit hervorhob;
- Mag. Maria Dippelreiter vom Bildungsministerium, zuständig für die Bildungsanstalten für Kinder- und Sozialpädagogik,
- Birgit Eder vom Amt der Tiroler Landesregierung, Fortbildungsstelle für das Personal in Kindergärten, Horten und Kindergrippen sowie
- Univ.Prof. DDr. Christiane Spiel vom Institut für Wirtschaftspsychologie, Bildungspsychologie und Evaluation der Universität Wien.

Gerade für Kinder mit Migrationshintergrund sei es wichtig, dass sie ihre Muttersprache gut beherrschen: Die Qualität der Muttersprache habe einen direkten Zusammenhang mit dem Erlernen der Unterrichtssprache. Wichtig sei dabei die Schärfung dafür, dass die Schulfähigkeit ein Ergebnis des Vorschulischen ist, so der ÖVP-Bildungssprecher.

"Gas geben" müsse man deshalb auch hinsichtlich der 15a-Vereinbarung zwischen Bund und Ländern - die zwar schon "auf dem Tisch liege, aber leider noch nicht unterfertigt" sei, wies Neugebauer auf die Vereinbarung zwischen Bund und Länder über den Ausbau des institutionellen Kinderbetreuungsangebots, die Einführung der verpflichtenden frühen sprachlichen Förderung in institutionellen Kinderbetreuungseinrichtungen sowie Schaffung eines bundesweiten vorschulischen Bildungsplanes.

Angesprochen auf einen Überhang von Klassen mit Kindern mit nicht-deutscher Muttersprache meinte der Bildungspolitiker: "Die Botschaft muss heißen: Nicht zu viele Kinder in einer Klasse, die einer Förderung bedürfen.". Wenn dies nicht überall verwirklicht werde, dann liege es an den organisatorischen Rahmenbedingungen. In Wien werde beispielsweise in diesem Fall mit Schülergruppen zu arbeiten sein.
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