Kaske: Trotz Euro-2008-Euphorie nicht auf nachhaltige Arbeitsmarktpolitik vergessen

Gewerkschaft fordert: Spielregeln müssen auch in den Betrieben fair sein - Kaske ortet noch Defizite im Tourismus und in der Gastronomie

Wien (vida/ÖGB) - Bei aller Euphorie um die prognostizierten Konjunktur- und Beschäftigungseffekte durch die Euro 2008 darf die nachhaltige Arbeitsmarktpolitik nicht aus den Augen verloren werden", erklärte der ÖGB-Arbeitsmarktsprecher, vida-Vorsitzender Rudolf Kaske zur heutigen gemeinsamen Pressekonferenz von Wirtschaftskammer und Arbeitsmarktservice. Es sei natürlich zu begrüßen, wenn durch den Euro-2008-Effekt auch nachhaltig Arbeitsplätze entstehen würden. "Prognosen bleiben aber Prognosen und abgerechnet wird erst hinterher: In Deutschland haben sich die hohen Erwartungen in Bezug auf die Nachhaltigkeit der durch die Fußball-WM entstandenen Jobs leider nicht erfüllt", gab Kaske zu bedenken.++++

Es ist deshalb in erster Linie Ziel der Gewerkschaften, bei der Euro 2008 für eine entsprechende Entlohnung und korrekte arbeitsrechtliche Rahmenbedingungen zu sorgen "Mit unserer Fairplay-at-Work-Kampagne tragen wir dazu bei, dass die Spielregeln auch abseits des Spielfeldes in den Betrieben eingehalten werden", sagte der vida-Vorsitzende. Die ArbeitnehmerInnen tragen zum wirtschaftlichen Erfolg der Fußballeuropameisterschaft bei, und müssen deshalb auch den ihnen zustehenden Anteil erhalten, fügte Kaske hinzu.

Während die Beschäftigten im Verkehrs- und Dienstleistungssektor ihre Euro-2008-Reife bereits unter Beweis stellen, ortet Kaske bei den Tourismus- und Gastronomiebetrieben noch Nachholbedarf: "Wenn die Arbeitgeber von den Beschäftigten außerordentliche Leistungen im Rahmen von 24-Stunden-Öffnungszeiten erwarten, dann fordern wir für die Beschäftigten auch außerordentliche Regelungen wie den Abschluss eines Sonderkollektivvertrages. Im Handel ist dies bereits geschehen."

Informationen zur Kampagne des ÖGB für die Beschäftigten bei der Euro 2008 im Internet unter www.fairplayatwork.at. Gratis-Hotline 0800 577 744.

ÖGB, 29. Jänner 2008 Nr. 33

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