• 24.01.2008, 14:56:06
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Gradauer zu Familiensteuersplitting: Regierung muss jetzt Grundsatz fällen, ob sie Steuerentlastung für Familien ermöglichen will

Auch Mittelstand muss bei Steuerreform massiv entlastet werden

Wien (OTS) - "Während die Damen und Herren der Regierung jetzt
bereits über Details des von der FPÖ seit langen geforderten
Familiensteuersplitting-Modells diskutieren, sollten sie
grundsätzlich einmal einen Konsens finden, ob sie die Familien
eigentlich steuerlich entlasten wollen, oder nicht", stellte der
FPÖ-Budgetsprecher zur laufenden Diskussion über ein
Familienbesteuerung fest. Es zeichne sich ab, dass man durch
dauerndes Zerpflücken der Materie, diese schließlich madig machen
werde und die Familien wieder einmal auf der Strecke blieben.

Gradauer erinnerte in diesem Zusammenhang daran, dass unter den
jetzigen Voraussetzungen Kinder für ihre Eltern auch weiterhin der
Weg in die Armut blieben. "Der Hauptgrund dafür", so Gradauer, "ist
unser Steuersystem. Die vorgesehenen Familienleistungen kompensieren
dabei nicht annähernd, was den Eltern wegbesteuert wird."

Gradauer: "Die gerechte Familienbesteuerung beschreibt einen Teil der
Steuerreform. Der zweite wesentliche Teil sollte eine grundsätzliche
Entlastung des Mittelstandes sein. Betroffen sind KMUs und
unselbständig Erwerbstätige, die bei der letzten Steuerreform
überhaupt nicht bedacht wurden." Er fügte hinzu, dass der Mittelstand
in Österreich 60% des Steueraufkommens einbrächte und es höchste Zeit
sei, hier stärkend einzugreifen. Auch das Pendlerpauschale müsse in
einen Fixbetrag umgewandelt werden, der direkt an die Pendler
überwiesen wird. Als reiner Absetzposten kämen Arbeitnehmer mit
entsprechend geringen Einkommen überhaupt nicht zum Zug.

Rückfragehinweis:
Freiheitlicher Parlamentsklub

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