Gradauer zu Familiensteuersplitting: Regierung muss jetzt Grundsatz fällen, ob sie Steuerentlastung für Familien ermöglichen will

Auch Mittelstand muss bei Steuerreform massiv entlastet werden

Wien (OTS) - "Während die Damen und Herren der Regierung jetzt bereits über Details des von der FPÖ seit langen geforderten Familiensteuersplitting-Modells diskutieren, sollten sie grundsätzlich einmal einen Konsens finden, ob sie die Familien eigentlich steuerlich entlasten wollen, oder nicht", stellte der FPÖ-Budgetsprecher zur laufenden Diskussion über ein Familienbesteuerung fest. Es zeichne sich ab, dass man durch dauerndes Zerpflücken der Materie, diese schließlich madig machen werde und die Familien wieder einmal auf der Strecke blieben.

Gradauer erinnerte in diesem Zusammenhang daran, dass unter den jetzigen Voraussetzungen Kinder für ihre Eltern auch weiterhin der Weg in die Armut blieben. "Der Hauptgrund dafür", so Gradauer, "ist unser Steuersystem. Die vorgesehenen Familienleistungen kompensieren dabei nicht annähernd, was den Eltern wegbesteuert wird."

Gradauer: "Die gerechte Familienbesteuerung beschreibt einen Teil der Steuerreform. Der zweite wesentliche Teil sollte eine grundsätzliche Entlastung des Mittelstandes sein. Betroffen sind KMUs und unselbständig Erwerbstätige, die bei der letzten Steuerreform überhaupt nicht bedacht wurden." Er fügte hinzu, dass der Mittelstand in Österreich 60% des Steueraufkommens einbrächte und es höchste Zeit sei, hier stärkend einzugreifen. Auch das Pendlerpauschale müsse in einen Fixbetrag umgewandelt werden, der direkt an die Pendler überwiesen wird. Als reiner Absetzposten kämen Arbeitnehmer mit entsprechend geringen Einkommen überhaupt nicht zum Zug.

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