Weinzinger zu EU-Genderreport: Dramatische Talfahrt der Frauenpolitik in Österreich

Grüne fordern Anbindung der Wirtschaftsförderung an betriebliche Gleichstellung

Wien (OTS) - Als "eine ungebremste Talfahrt der Frauenpolitik in Österreich", bezeichnet Brigid Weinzinger, Frauensprecherin der Grünen, die Ergebnisse des EU-Genderreports: "Die Situation der Frauen am Arbeitsmarkt ist dramatisch. Österreich entfernt sich bei der Gleichstellung immer weiter vom EU-Durchschnitt. Es ist höchste Zeit, dass die Frauenministerin die Notbremse zieht und gemeinsam mit ihren RegierungskollegInnen ein wirksames arbeitsmarktpolitisches Maßnahmenpaket schnürt, sonst sind wir bald EU-Schlusslicht in Sachen Gleichstellung."

Österreich lag bei den Einkommensunterschieden schon immer im oberen EU-Drittel. Jetzt haben wir uns innerhalb eines Jahres von 18 Prozent auf 20 Prozent Gehaltsdifferenz bei den Stundenlöhnen verschlechtert. Im EU-Durchschnitt blieb die Differenz mit 15 Prozent jedoch konstant. Während die Frauen bei den Studienabschlüssen die Männer längst überholt haben, finden wir in den heimischen Führungsetagen immer weniger Frauen. Im EU-Schnitt kommen jedoch immer mehr Frauen in Managementpositionen.

"Nach diesem EU-Genderbericht müssen in der Regierung die Alarmglocken schrillen. Die Chancen der Frauen am Arbeitsmarkt verschlechtern sich dramatisch. Eine Anbindung der Wirtschaftsförderung an die betriebliche Gleichbehandlungspolitik ist längst überfällig. Doch bis dato fehlen die konkreten Konzepte von Frauenministerin Bures", kritisiert Weinzinger. "Dieser Talfahrt bei der Gleichbehandlung von Frauen muss endlich Einhalt geboten werden".

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