Firmengründer II: Junge Wirtschaft fordert Wachstumspaket für neue Unternehmen

Gatterer: Nach sozialer Absicherung weiter in Stärkung neuer Unternehmen investieren

Wien (PWK055) - Der Bundesvorsitzende der Jungen Wirtschaft (JW), Harry Gatterer, ist zufrieden mit den anhaltend hohen Gründungszahlen. Gatterer führt den anhaltenden Trend zur Selbständigkeit auch auf die Umsetzung einer Forderung der Jungen Wirtschaft zurück: Die Verbesserung der sozialen Absicherung für Unternehmer. Diese hat dazu beigetragen, dass viele, die gewartet haben, den Schritt in die Selbstständigkeit nun gewagt haben.

Um das Wirtschaftswachstum konstant zu halten und neuen, kleinen Unternehmen mehr Wachstum zu ermöglichen, fordert die JW ein Wachstumspaket für junge Unternehmen. Folgende Forderungen sind darin enthalten:

- Keine Lohnnebenkosten für den ersten Mitarbeiter im ersten Jahr

- Freibetrag für die Beteiligung an jungen Unternehmen

- Die Umsetzung der 10.000 Euro GmbH in Österreich

Gatterer verweist auf die Ergebnisse aus einer repräsentativen Umfrage in Kooperation mit dem market-Institut unter den 35.000 JW Mitgliedern, wonach jeder dritte junge Unternehmer (34,2%) 2008 mit einer Erhöhung der Mitarbeiteranzahl rechnet und immerhin knapp 55% planen, den Mitarbeiterstand konstant zu halten. Die Jungen wollen also wachsen und neue Mitarbeiter beschäftigen.

Immer mehr kleine Unternehmen haben Bedarf an kapitalextensiven Lösungen für die richtige Aufstellung ihres Unternehmens. Es besteht in Europa der Trend, die Rechtsgrundlagen der meist personalistisch geprägten Private Limited Companies zu reformieren - und vor dieser Entwicklung darf in Österreich nicht halt gemacht werden. "Unser Ziel ist es, leistungsfähige, flexible und vor allem kostengünstige Gesellschaftsformen in Österreich zu etablieren. 10.000 Euro Startkapital für Kapitalgesellschaften ist in diesem Zusammenhang der erste wichtige Schritt. In Deutschland hat dieser Schritt einiges bewegt", so Gatterer.

Damit tolle (jung-) unternehmerische Leistungen auch in Zukunft möglich sind, brauchen wir entsprechende Rahmenbedingungen. "Der Wegfall der Diskriminierung beim Jahressechstel muss daher bei einer künftigen Steuerreform mit Priorität behandelt werden", so Gatterer. Denn die Mehrheit der Neo-Unternehmer wechsle von der Unselbständigkeit in die Selbständigkeit und verliere dadurch den Anspruch auf 13. und 14. Monatsgehalt: "Geld, das jeder Jungunternehmer gerade in der Anfangsphase dringend etwa für Investitionen benötigt ", so der JW-Bundesvorsitzende. Aus Sicht der Jungen Wirtschaft würde diese Steuerbegünstigung zu einer Senkung der Steuerbelastung ohne großen zusätzlichen Verwaltungsaufwand führen (1/7 des Unternehmensgewinnes wäre mit 6 % zu versteuern, der Rest unterliegt dem Tarif). Die Ergebnisse einer Befragung unterstützen diese Forderung. 62,6 % der jungen Unternehmer sehen diese Anpassung als dringlichsten Punkt bei einer Steuerreform. (us)

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