Firmengründer I: Leitl freut sich über 30.000 neue Jungunternehmer 2007

40 Prozent aller Neugründer sind Frauen - "GmbH light" soll noch bis Anfang 2009 umgesetzt werden

Wien (PWK054) - Zum zweiten Mal nach 2006 haben die heimischen Jungunternehmer die 30.000er Marke an Unternehmensneugründungen geknackt. WKÖ-Präsident Christoph Leitl kann vor diesem Hintergrund ein zufriedenes Resümee über die Gesamtentwicklung bei den Unternehmensneugründungen ziehen: "In meiner bisherigen Amtszeit von 2000 bis 2007 wurden mehr als 200.000 neue Unternehmen in die Welt gesetzt." Eine weitere Schallmauer wurde auch bei der Frauenquote durchbrochen. Erstmals sind mehr als 40 Prozent der neu gegründeten Betriebe in weiblicher Hand. Seit 1993 verzeichneten die Jungunternehmerinnen überhaupt einen Zuwachs von 50 Prozent! "Ich freue mich darüber, dass der Frauenanteil insgesamt deutlich in die Höhe geschnellt ist. Denn dadurch wird die Gesamtleistung der Wirtschaft verbessert. Ich sehe daher keinen Grund, wieso in naher Zukunft nicht sogar jedes zweite Unternehmen von einer Frau gegründet werden soll", so Leitl.

Das Plus bei den Unternehmensneugründungen sieht Leitl auch aus dem Blickwinkel der WKÖ-Reform. Das Ziel habe bei seinem Amtsantritt "Minus 30 Prozent an Mitgliedsbeiträgen, plus 30 Prozent bei Leistung und Output" gelautet. Von 2000 bis 2007 habe sich daher in konsequenter Weise auch die Zahl der Jungunternehmer um 30 Prozent erhöht. "Ich bin stolz, zeigt dass doch, dass sich mit einem konsequenten Spar- und Reformkurs positive Leistungen erzielen lassen", so der WKÖ-Präsident.

Eine rasche Umsetzung urgiert Leitl in Hinblick auf eine GmbH-Reform, die Vereinfachungen bei Einlagen und Publikationspflichten bringen soll. Das Justizministerium habe auf den Vorstoß der WKÖ und der Jungen Wirtschaft nun reagiert und nehme eine GmbH light mit einem Mindestkapital von 10.000 Euro in Angriff. Leitl drängt darauf, dass eine Beschlussfassung bereits in diesem Jahr vorliegt und die GmbH light mit Anfang des kommenden Jahres umgesetzt wird. Untermauert wird diese Forderung von den vorliegenden Gründungszahlen nach Rechtsformen. Diese stagnieren bei den GmbH-Gründungen seit geraumer Zeit und ausländische Modelle wie die britische Limited werden für heimische Jungunternehmer immer interessanter.

Nach Rechtsformen dominieren weiterhin die Einzelunternehmen, die mit einem Anteil von rund 83 Prozent auf Platz eins rangieren. Der Anteil der Gesmbh`s liegt bei etwa 11 Prozent. Nach Sparten dominiert das Gewerbe, gefolgt vom Handel und Information und Consulting. "Die Gründungstätigkeit ist insgesamt gut verteilt. Das bedeutet, dass wir in gesunder Weise in alles Wirtschaftsbereichen wachsen", so der WKÖ-Präsident.

Bei der Forderung nach einer Lohnnebenkostenbefreiung für den ersten Mitarbeiter hofft Leitl auf die Diskussion zur Steuerreform 2010. Hierfür müsste man die Spielräume im Sozialsystem gut ausnützen.

In Ergänzung zu Leitl betonte die Geschäftsführerin der Jungen Wirtschaft (JW), Elisabeth Zehetner, dass die WKÖ Unternehmerinnen maßgeschneiderte Unterstützung zukommen lasse. Einerseits stehe den Unternehmerinnen mit der Betriebshilfe ein wirkungsvolles Instrument zur Verfügung, etwa wenn während des Mutterschutzes Bedarf an einer Ersatzkraft im Betrieb bestehe. Andererseits werden den Frauen im Rahmen der Kleinstunternehmerinnen-Akademie bei wesentlichen betriebswirtschaftlichen Fragen unter die Arme gegriffen. "Dadurch können Frauen in jeder Lebenslage unternehmerisch tätig sein", so Zehetner. Gründe für das Unternehmerinnen-Plus sieht die JW-Sprecherin u.a. in der besseren Ausbildung der Frauen und dem damit verbundenen Wunsch sich selbst zu verwirklichen und damit selbständig tätig zu sein. (us)

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