Donnerbauer: Sucht und Drogen - das schleichende Gift unserer Zeit

ÖVP-Justizsprecher eröffnet Enquete "Suchtgift: Strafrecht und Therapie"

Wien (ÖVP-PK) - Sucht im allgemeinen und Drogen im besonderen sind ein schleichendes Gift unserer Zeit und damit eine Aufgabe für die Politik. Mit diesen Worten leitete ÖVP-Justizsprecher Abg. Mag. Heribert Donnerbauer die heutige Enquete des ÖVP-Parlamentsklubs zum Thema "Suchtgift: Strafrecht und Therapie" ein. Donnerbauer sieht die Enquete als Startschuss für eine notwendige Debatte, die in den kommenden Wochen und Monaten zu führen sein werde. "Ich erwarte mir vom heutigen Tag, von den Referaten und der offenen Diskussion wichtige Inputs aus der Praxis und fruchtbare Denkansätze", so Donnerbauer. ****

Für den ÖVP-Justizsprecher sind Drogen deshalb besonders heimtückisch, weil sie in zwei Richtungen zerstörerisch wirken:

- Einerseits zerstören Drogen die Menschen, die davon befallen werden, persönlich und individuell. Sie verändern den Betroffenen langsam und anfangs unbemerkt, nehmen den Süchtigen langsam aber sicher gänzlich in Beschlag und bewirken neben den körperlichen Folgen des Giftes selbst, dass das Leben des Süchtigen nur mehr auf ein Ziel programmiert und ausgerichtet ist, nämlich, seine Sucht zu befriedigen.

- Andererseits entfaltet dieses schleichende Gift seine zerstörerische Wirkung auch in der Gesellschaft. Es zerstört Familien- und Freundschaftsbande, ist Anziehungspunkt für vielfältige Formen der Kriminalität und ein Milliardengeschäft für die organisierte Kriminalität. Und dieses Gift gefährdet unsere Kinder und Jugend, und damit unsere Zukunft.

Betrachte man die Entwicklung der letzten Jahre, so fällt einerseits auf, dass die Zahl der Drogentoten stetig gestiegen ist und diese auch immer jünger werden: Machten 1997 die unter 20-jährigen unter den Opfern von Suchtgiften noch 12,8 Prozent und damit 18 Drogentote aus, so stieg der Anteil der unter 20-jährigen unter den Drogenopfern im Jahr 2006 auf bereits 20,3 Prozent bzw. 40 Drogentote, führte Donnerbauer aus. "Darüber hinaus fällt auf, dass immer mehr Drogentote an einem Cocktail von Suchtgiften verstarben und in diesem Cocktail auch immer häufiger Substitutionspräparate zu finden sind, die eigentlich Hilfe bringen sollten und nicht den Tod."

Das Parlament habe erst vor wenigen Wochen den Strafteil des Suchtmittelgesetzes novelliert und Strafen zum Teil verschärft. "Nun erscheint es uns wichtig, sich intensiver damit zu beschäftigen, wie auch die Prävention und die Therapie weiter verbessert werden können. Den Startschuss soll unsere heutige Veranstaltung bilden, von welcher ausgehend wir uns eine konstruktive Diskussion und Beschäftigung mit dem Thema Suchtgift und Drogen erwarten", sagte Donnerbauer und begrüßte neben Gesundheitsministerin Dr. Andrea Kdolsky, die nach ihm das Wort ergriff, die Referenten des heutigen Tages:

  • Univ.Prof. Prim. Dr. Reinhard Haller, der über "Die Anwendung der gesundheitsbezogenen Maßnahmen (Therapie statt Strafe)" referiert,
  • Dr. Helmut Wlasak, Richter des Landesgerichts Graz, dessen Thema "Suchtgift und strafrechtliche Problematik" ist, und
  • DSA Renate Hutter, Leiterin der Drogenberatungsstelle Steiermark, die über "Psychosoziale Begleitung und Angebote in der Substitutionstherapie aus der Sicht der Suchtberatung und Psychotherapie" spricht. (Fortsetzung)

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