• 24.01.2008, 11:33:35
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Donnerbauer: Sucht und Drogen - das schleichende Gift unserer Zeit

ÖVP-Justizsprecher eröffnet Enquete "Suchtgift: Strafrecht und Therapie"

Wien (ÖVP-PK) - Sucht im allgemeinen und Drogen im besonderen sind
ein schleichendes Gift unserer Zeit und damit eine Aufgabe für die
Politik. Mit diesen Worten leitete ÖVP-Justizsprecher Abg. Mag.
Heribert Donnerbauer die heutige Enquete des ÖVP-Parlamentsklubs zum
Thema "Suchtgift: Strafrecht und Therapie" ein. Donnerbauer sieht die
Enquete als Startschuss für eine notwendige Debatte, die in den
kommenden Wochen und Monaten zu führen sein werde. "Ich erwarte mir
vom heutigen Tag, von den Referaten und der offenen Diskussion
wichtige Inputs aus der Praxis und fruchtbare Denkansätze", so
Donnerbauer. ****

Für den ÖVP-Justizsprecher sind Drogen deshalb besonders
heimtückisch, weil sie in zwei Richtungen zerstörerisch wirken:

- Einerseits zerstören Drogen die Menschen, die davon befallen
werden, persönlich und individuell. Sie verändern den Betroffenen
langsam und anfangs unbemerkt, nehmen den Süchtigen langsam aber
sicher gänzlich in Beschlag und bewirken neben den körperlichen
Folgen des Giftes selbst, dass das Leben des Süchtigen nur mehr auf
ein Ziel programmiert und ausgerichtet ist, nämlich, seine Sucht zu
befriedigen.

- Andererseits entfaltet dieses schleichende Gift seine
zerstörerische Wirkung auch in der Gesellschaft. Es zerstört
Familien- und Freundschaftsbande, ist Anziehungspunkt für vielfältige
Formen der Kriminalität und ein Milliardengeschäft für die
organisierte Kriminalität. Und dieses Gift gefährdet unsere Kinder
und Jugend, und damit unsere Zukunft.

Betrachte man die Entwicklung der letzten Jahre, so fällt einerseits
auf, dass die Zahl der Drogentoten stetig gestiegen ist und diese
auch immer jünger werden: Machten 1997 die unter 20-jährigen unter
den Opfern von Suchtgiften noch 12,8 Prozent und damit 18 Drogentote
aus, so stieg der Anteil der unter 20-jährigen unter den Drogenopfern
im Jahr 2006 auf bereits 20,3 Prozent bzw. 40 Drogentote, führte
Donnerbauer aus. "Darüber hinaus fällt auf, dass immer mehr
Drogentote an einem Cocktail von Suchtgiften verstarben und in diesem
Cocktail auch immer häufiger Substitutionspräparate zu finden sind,
die eigentlich Hilfe bringen sollten und nicht den Tod."

Das Parlament habe erst vor wenigen Wochen den Strafteil des
Suchtmittelgesetzes novelliert und Strafen zum Teil verschärft. "Nun
erscheint es uns wichtig, sich intensiver damit zu beschäftigen, wie
auch die Prävention und die Therapie weiter verbessert werden können.
Den Startschuss soll unsere heutige Veranstaltung bilden, von welcher
ausgehend wir uns eine konstruktive Diskussion und Beschäftigung mit
dem Thema Suchtgift und Drogen erwarten", sagte Donnerbauer und
begrüßte neben Gesundheitsministerin Dr. Andrea Kdolsky, die nach ihm
das Wort ergriff, die Referenten des heutigen Tages:

- Univ.Prof. Prim. Dr. Reinhard Haller, der über "Die Anwendung der
gesundheitsbezogenen Maßnahmen (Therapie statt Strafe)" referiert,
- Dr. Helmut Wlasak, Richter des Landesgerichts Graz, dessen Thema
"Suchtgift und strafrechtliche Problematik" ist, und
- DSA Renate Hutter, Leiterin der Drogenberatungsstelle Steiermark,
die über "Psychosoziale Begleitung und Angebote in der
Substitutionstherapie aus der Sicht der Suchtberatung und
Psychotherapie" spricht.
(Fortsetzung)

Rückfragehinweis:
Pressestelle des ÖVP-Parlamentsklubs
Tel. 01/40110/4432
http://www.oevpklub.at

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