• 24.01.2008, 10:38:08
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Dachverband Energie-Klima: Kanduth begrüßt EU-Richtlinienvorschlag

"Große Chance für Österreich auf dem Sektor der Erneuerbaren" - "Jetzt rasch Rahmenbedingungen über Wohnbauförderung schaffen"

Wien (PWK051) - Der Vorsitzende des Dachverbandes Energie - Klima
in der Wirtschaftskammer Österreich, Robert Kanduth, begrüßt den
Richtlinienvorschlag der Europäischen Kommission ausdrücklich: "Der
Richtlinienvorschlag der Kommission mit der Zielsetzung, 20 Prozent
erneuerbare Energie bis zum Jahr 2020 europaweit zu etablieren, ist
vielversprechend. Er gibt den erneuerbaren Energietechnologien in
ganz Europa den nötigen Auftrieb, um Versorgungssicherheit und
Klimaschutz zu gewährleisten."

Die erneuerbare Energiebranche in Österreich erwartet einen
Wachstums- und Exportschub. Es ist dies eine Branche, die schon jetzt
70 Prozent ihrer Produkte exportiert. Zu den bereits heute
geschaffenen 36.000 Arbeitsplätzen könnten in den nächsten Jahren
nochmals so viele dazukommen, schätzt Kanduth die Branchenentwicklung
ein: "Die europäische Kommission schafft mit diesem
Richtlinienentwurf langfristige Rahmenbedingungen, die
Investitionsentscheidungen zugunsten Europas ausfallen lassen".

Besonders vielversprechend dürfte sich der Markt für Solarthermie,
Biomasse und Wärmepumpen entwickeln, da es mit diesem Entwurf
erstmals einen Rahmen für Wärme und Kühlung in Gebäuden als
kostengünstige Klimaschutzmaßnahme gibt. Entscheidend ist nach
Meinung Kanduths, dass in Österreich unmittelbar und rasch die
notwendigen Rahmenbedingungen über die Wohnbauförderung geschaffen
werden, denn das Rennen um die Erreichung der EU-Ziele habe bereits
begonnen. Noch ein Jahr zu warten, bis die Richtlinie wirksam wird,
hält Kanduth für ein Versäumnis. Heiztechnologien mit hohen
Energieverbrauchswerten sollten in Österreich schon jetzt keinen
Platz mehr haben.

Der in der Richtlinie vorgesehene Handel mit erneuerbarer Energie
wird im Wärmesektor nicht relevant sein. Im Ökostromsektor hingegen
haben jene Länder, die ihre Ziele national nicht erreichen können,
die Möglichkeit, mit "Überschussländern" Handel zu treiben, um ihre
erneuerbaren Ziele zu erreichen. Die Beibehaltung und der Ausbau
vernünftiger Einspeisetarife sei nach wie vor die kostengünstigste
Form, um den Ökostromanteil im Strommix zu erhöhen, meint Kanduth.

"Der Richtlinienentwurf, der nationale Aktionspläne sowie
Monitoring- und Kontrollinstrumente beinhaltet, bedarf zwar noch
einer Konkretisierung. Im Großen und Ganzen sehen wir darin einen
richtigen Schritt in Richtung Ausbau der Versorgungssicherheit in
Europa und Österreich mit erneuerbarer Energie und zwar durch eine
rasche nationale Umsetzung der Richtlinie noch in diesem Jahr", so
Kanduth abschließend. (hp)

Rückfragehinweis:

Wirtschaftskammer Österreich
   Dachverband Energie-Klima
   Mag. Andrea Stockinger
   Tel.: (++43) 0590 900-3366
   Fax: 01 5051020
   mailto:[email protected]
   www.energieklima.at

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