ARBÖ: Ungarn verdoppelt Verkehrsstrafen und verstärkt Kontrollen

Null-Toleranz in Ungarn für österreichische Autofahrer mit abgelaufenem Pickerl

Wien (OTS) - Autofahrer müssen in Ungarn mit empfindich höheren Geldstrafen und stärkeren Verkehrskontrollen rechnen, warnt der ARBÖ. Null-Toleranz gibt es in Ungarn auch für österreichische Autofahrer, die mit einem abgelaufenem "Pickerl" einreisen. Wie das ungarische Außenamt in einem Schreiben an das Österreichische Verkehrsministerium bekräftigt, droht solchen Autofahrern die Abnahme der Kenntafel und der Zulassungsbescheinigung. "Im Gegensatz zu Österreich hält sich Ungarn nicht an das Wiener Übereinkommen über den Straßenverkehr", kritisiert der geschäftsführende Vizepräsident des ARBÖ, Dr. Herbert Grundtner. "Während Österreich anerkennt, dass die Ungarn mit kennzeichenlosen Mopeds auch in Österreich fahren dürfen, obwohl Mopeds in Österreich immer ein Kennzeichen haben müssen, akzeptiert Ungarn nicht Österreichs viermonatige Toleranz für abgelaufene Pickerl".

Schon vor zwei Jahren hat der ARBÖ auf diese Problematik aufmerksam gemacht und über das Verkehrs- und Außenministerium eine Klärung gefordert. Jetzt kam vom ungarischen Außenministerium das klare Nein, obwohl sich die Problemfälle in letzter Zeit auch noch gehäuft haben. Denn die ungarischen Behörden haben in letzter Zeit dem österreichischen Verkehrsministerium verstärkte Schreiben "betreffend der Abnahme von Kennzeichen und Zulassungsbescheinigungen" übermittelt. Der ARBÖ rät allen Autofahrern, nur mit einer gültigen Plakette nach §57a nach Ungarn zu fahren. Das Problem hat sich auch durch den Wegfall der Schengen-Grenze verschärft. Wurden früher Fahrzeuge ohne gültiges Pickerl bereits an der Grenze abgefangen, greifen die ungarischen Kontrolle jetzt erst im Landesinneren, was mit erheblich mehr Kosten verbunden ist.

Auf Verkehrssünder in Ungarn brechen ab 1 Mai härter Zeiten an. Ab ersten Mai gilt in Ungarn eine völlig neue Regierungsverordnung, die - zusätzlich zur Polizei - auch kommunale Selbstverwaltungen, bzw. Straßenbetreiber zur Verkehrskontrolle berechtigt. Die dadurch verursachten zusätzlichen Kosten werden den Verkehrssündern aufgebrummt. Für zu schnelles Fahren muss man zwischen 120 und 1.200 Euro zahlen. Übersieht man eine Ampel und fährt bei Rot ein, so muss man an die 400 Euro "berappen". Manche Geldstrafen werden nahezuverdoppelt.

Auch Fußgänger müssen in Ungarn seit erstem Jänner eine Warnweste tragen, wenn sie bei schlechter Sicht außerhalb von Ortsgebieten untertwegs sind. Gleiches gilt seit Juni bereits für Radfahrer in Ungarn.

Rückfragen & Kontakt:

ARBÖ Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Mag. Lydia Ninz
Tel.: (++43-1) 89121-280
Mobil: 0664/60 123 280
presse@arboe.at
http://www.arboe.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NAR0001