- 24.01.2008, 09:50:53
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ARBÖ: Ungarn verdoppelt Verkehrsstrafen und verstärkt Kontrollen
Null-Toleranz in Ungarn für österreichische Autofahrer mit abgelaufenem Pickerl
Wien (OTS) - Autofahrer müssen in Ungarn mit empfindich höheren
Geldstrafen und stärkeren Verkehrskontrollen rechnen, warnt der ARBÖ.
Null-Toleranz gibt es in Ungarn auch für österreichische Autofahrer,
die mit einem abgelaufenem "Pickerl" einreisen. Wie das ungarische
Außenamt in einem Schreiben an das Österreichische
Verkehrsministerium bekräftigt, droht solchen Autofahrern die
Abnahme der Kenntafel und der Zulassungsbescheinigung. "Im Gegensatz
zu Österreich hält sich Ungarn nicht an das Wiener Übereinkommen über
den Straßenverkehr", kritisiert der geschäftsführende Vizepräsident
des ARBÖ, Dr. Herbert Grundtner. "Während Österreich anerkennt, dass
die Ungarn mit kennzeichenlosen Mopeds auch in Österreich fahren
dürfen, obwohl Mopeds in Österreich immer ein Kennzeichen haben
müssen, akzeptiert Ungarn nicht Österreichs viermonatige Toleranz für
abgelaufene Pickerl".
Schon vor zwei Jahren hat der ARBÖ auf diese Problematik
aufmerksam gemacht und über das Verkehrs- und Außenministerium eine
Klärung gefordert. Jetzt kam vom ungarischen Außenministerium das
klare Nein, obwohl sich die Problemfälle in letzter Zeit auch noch
gehäuft haben. Denn die ungarischen Behörden haben in letzter Zeit
dem österreichischen Verkehrsministerium verstärkte Schreiben
"betreffend der Abnahme von Kennzeichen und
Zulassungsbescheinigungen" übermittelt. Der ARBÖ rät allen
Autofahrern, nur mit einer gültigen Plakette nach §57a nach Ungarn zu
fahren. Das Problem hat sich auch durch den Wegfall der
Schengen-Grenze verschärft. Wurden früher Fahrzeuge ohne gültiges
Pickerl bereits an der Grenze abgefangen, greifen die ungarischen
Kontrolle jetzt erst im Landesinneren, was mit erheblich mehr Kosten
verbunden ist.
Auf Verkehrssünder in Ungarn brechen ab 1 Mai härter Zeiten an. Ab
ersten Mai gilt in Ungarn eine völlig neue Regierungsverordnung, die
- zusätzlich zur Polizei - auch kommunale Selbstverwaltungen, bzw.
Straßenbetreiber zur Verkehrskontrolle berechtigt. Die dadurch
verursachten zusätzlichen Kosten werden den Verkehrssündern
aufgebrummt. Für zu schnelles Fahren muss man zwischen 120 und 1.200
Euro zahlen. Übersieht man eine Ampel und fährt bei Rot ein, so muss
man an die 400 Euro "berappen". Manche Geldstrafen werden
nahezuverdoppelt.
Auch Fußgänger müssen in Ungarn seit erstem Jänner eine Warnweste
tragen, wenn sie bei schlechter Sicht außerhalb von Ortsgebieten
untertwegs sind. Gleiches gilt seit Juni bereits für Radfahrer in
Ungarn.
Rückfragehinweis:
ARBÖ Presse und Öffentlichkeitsarbeit Mag. Lydia Ninz Tel.: (++43-1) 89121-280 Mobil: 0664/60 123 280 mailto:[email protected] http://www.arboe.at
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