- 21.01.2008, 13:56:49
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Verband Österreichischer Privatsender (VÖP) tritt vehement gegen eine Ausweitung der Werbezeiten des ORF ein
Wien (OTS) - Einer Meldung der Tageszeitung "Der Standard" zufolge
will der Generaldirektor des ORF, Dr. Alexander Wrabetz, die
gesetzlichen Grenzen für Werbezeit im ORF-Fernsehen von derzeit 42
Minuten pro Tag und Sender auf 50 Minuten erhöhen.
Der Verband Österreichischer Privatsender (VÖP) spricht sich in
aller Klarheit und Deutlichkeit gegen diesen Vorstoß aus! Eine
weitere Privilegierung des ORF gegenüber den privaten Mitbewerbern
würde den dualen Rundfunkmarkt und damit die Medienvielfalt in
Österreich erheblich gefährden.
Erst vor wenigen Tagen hat der Stiftungsrat des ORF eigenständig
eine Erhöhung der Rundfunkgebühren um 10% beschlossen - auf Kosten
der Gebührenzahler, also der Zuseherinnen und Zuseher. Diese sind
aber immer unzufriedener mit dem Programm des ORF, wie die laufend
sinkenden Quoten belegen.
Nun versucht der ORF, auch noch seine zweite Finanzierungsquelle,
die Werbeerlöse, auszuweiten - und zwar auf Kosten aller Privatsender
in Österreich. Diese leiden schon jetzt unter der Marktdominanz des
öffentlich-rechtlichen Mitbewerbers und den immer noch unzureichenden
Rahmenbedingungen für privaten Rundfunk.
Martin Blank, stellvertretender VÖP-Vorsitzender und
Geschäftsführer des Privatsenders PULS 4: "Anstatt den ORF noch
weiter in die Abhängigkeit von Werbekunden zu treiben, muss man ihn
im Gegenteil unabhängiger machen, damit er seinem
öffentlich-rechtlichen Auftrag endlich angemessen nachkommen kann.
Die Zuseherinnen und Zuseher in Österreich leisten einen Großteil der
Finanzierung des ORF und haben ein Recht auf ein Programm, das dem
öffentlich-rechtlichen Auftrag gerecht wird. Das ist es, was man vom
ORF erwarten kann und muss! Kein Quoten maximierendes Programm, das
nur an der Werbewirtschaft orientiert ist und kein klares
öffentlich-rechtliches Profil mehr hat!"
Christian Stögmüller, VÖP-Vorsitzender und Geschäftsführer von
"Life Radio": "Anstatt über eine Ausweitung der Werbezeit des ORF
nachzudenken, muss über eine deutliche Reduktion diskutiert werden,
nicht unüblich im Europäischen Umfeld, vergleicht man die aktuelle
Diskussion in Frankreich und dem deutschen Markt! Das
Wettbewerbsumfeld im Rundfunk ist schon jetzt extrem verzerrt, indem
es einen Mitbewerber gibt, dessen Angebot faktisch subventioniert
wird. Es ist aus unserer Sicht unumgänglich, den ORF auf seinen
öffentlich-rechtlichen Auftrag zu beschränken, für den er ja die
Rundfunkgebühren erhält, und den Werbemarkt stärker den privaten
Sendern zu überlassen."
Rückfragehinweis:
René Tritscher, VÖP-Geschäftsführer, Tel. 0590900-3173,
[email protected]
Christian Stögmüller, VÖP Vorsitzender, Tel. 0732/7607-100,
[email protected]
Martin Blank, PULS TV, Tel. 01/99988-8993, [email protected]
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