- 18.01.2008, 15:12:48
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- OTS0223 OTW0223
Jetzt ist die Politik gefordert!
Wieder Pensionskürzungen bei den Pensionskassen!
Wien (OTS) - Die österreichischen Pensionskassen (PK) schließen
das Jahr 2007 mit einer durchschnittlichen Performance von 2% ab. Das
bedeutet für die betroffenen Pensionisten und Pensionsanwärter wieder
einmal eine weitere Pensionskürzung von "durchschnittlich" bis zu 6%
- also in tausenden Einzelfällen noch mehr! Bei einer Inflationsrate
von gegen 4% also mindestens 10% Kaufkraftreduktion!!!
Dies schlägt sich bei Mag.Böhm vom Fachverband der PK in dem
lakonischen Satz nieder "...gleichzeitig sehen wir, dass wir im
internationalen Vergleich gut abschneiden..."
Das wird die tausenden Betroffenen wenig beruhigen.
Es zeigt nur, dass der Verband der Pensionskassen nichts aus den
schlechten Börsenjahren 2000 - 2002 gelernt hat. Schon damals mussten
viele Pensionskassenberechtigte hilflos und rechtlos zusehen, wie
Pensionskassenmanager bei der Verwaltung des ihnen anvertrauten
Kapitals versagt haben.
Das neuerliche schlechte Ergebnis von 2007 wird zum
Offenbarungseid für das System der 2.Säule der Pensionsfinanzierung.
Eine gründliche Korrektur des Pensionskassengesetzes (PKG) ist
dringend nötig!
Die Altersversorgung einer steigenden Mehrheit von Österreichern
und Österreicherinnen den Zufällen des Kapitalmarktes anzuvertrauen,
ohne in guten Kapitalmarktjahren genügende Reserven aufzubauen, hat
sich einmal mehr als trügerisch erwiesen. Wenn man das Instrument der
2.Säule der Pensionssicherung nicht gefährden will, ist Handeln
gefragt!
Wollen Sie riskieren, Herr Vizekanzler Molterer und Herr
Staatssekretär Matznetter, dass die Pensionssicherung für derzeit
rund eine halbe Million Österreicher und Österreicherinnen den Bach
hinunterschwimmt? Die bloße Absichtserklärung im Koalitionsvertrag,
das PKG novellieren zu wollen, ist nicht genug. Beweisen Sie jetzt
bei diesem wichtigen Thema, dass die große Koalition nicht nur
streiten, sondern auch in lebenswichtigen Belangen konstruktiv
handeln kann.
Das schlechte Ergebnis des Jahres 2007 zeigt in beklemmender Weise
auf, wie berechtigt die Forderung des PeKaBe nach einer gesetzlichen
Besserstellung der derzeitigen und künftigen Pensionsbezieher ist,
die nur durch die von uns verlangte, rasche und umfassende Reparatur
des Pensionskassengesetzes erreicht werden kann.
Rückfragehinweis:
Günter Braun
Schutzverband der Pensionskassenberechtigten - PE|KA|BE
mailto:[email protected]
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