- 17.01.2008, 20:57:29
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Preise außer Rand und Band (Von Alois VAHRNER)
Ausgabe vom 17. Jänner, 2008
Innsbruck (OTS) - Dramatische Preissteigerungen lassen die
Alarmglocken schrillen: nicht nur in Österreich, sondern in ganz
Europa und auch den USA. Angesichts der sich ohnehin abkühlenden
Wirtschaftslage in der EU und der Rezessionsgefahr in den USA umso
brisanter, weil zu hohe Inflationsraten von Notenbanken meist mit
Zinserhöhungen bekämpft werden. Und höhere Zinsen sind weiteres Gift
für die Konjunktur und die Börsen.
Im Dezember ist die Inflationsrate in Österreich bereits auf 3,6
Prozent gestiegen, nach 3,1 Prozent im November. Seit über 14 Jahren
war die Inflation in Österreich nicht mehr so hoch. Die kräftigsten
Preissteigerungen gibt es bei Essen und Getränken, beim Wohnen und
bei Energie, aber auch bei Bekleidung und Schuhen. Sprit
beispielsweise kostet um 23 Prozent mehr als vor einem Jahr,
Lebensmittel um über 8 Prozent. Getroffen von der Preislawine werden
dadurch alle, am massivsten aber Personen mit kleinen Einkommen oder
Pensionen.
Alle Prognosen weisen darauf hin, dass der Preisschub vor allem
bei Lebensmitteln und Energie auch heuer weitergehen wird. Wenn aber
die Inflationsrate so hoch bleibt wie zuletzt, dann wird selbst die
jüngste recht kräftige Lohnrunde mit Erhöhungen von 3 bis fast
4 % verpuffen. Und weil die Teuerung vor allem Grundbedürfnisse
betrifft, werden sich viele "Kleine" weniger leisten können als
zuletzt. Die Bundesregierung sollte daher reagieren - und die
Steuerreform von 2010 auf 2009 vorziehen. Auch wenn erst 2010 gewählt
wird.
Rückfragehinweis:
Tiroler Tageszeitung
Chefredaktion
Tel.: 05 04 03 DW 610
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