Preise außer Rand und Band (Von Alois VAHRNER)

Ausgabe vom 17. Jänner, 2008

Innsbruck (OTS) - Dramatische Preissteigerungen lassen die Alarmglocken schrillen: nicht nur in Österreich, sondern in ganz Europa und auch den USA. Angesichts der sich ohnehin abkühlenden Wirtschaftslage in der EU und der Rezessionsgefahr in den USA umso brisanter, weil zu hohe Inflationsraten von Notenbanken meist mit Zinserhöhungen bekämpft werden. Und höhere Zinsen sind weiteres Gift für die Konjunktur und die Börsen.

Im Dezember ist die Inflationsrate in Österreich bereits auf 3,6 Prozent gestiegen, nach 3,1 Prozent im November. Seit über 14 Jahren war die Inflation in Österreich nicht mehr so hoch. Die kräftigsten Preissteigerungen gibt es bei Essen und Getränken, beim Wohnen und bei Energie, aber auch bei Bekleidung und Schuhen. Sprit beispielsweise kostet um 23 Prozent mehr als vor einem Jahr, Lebensmittel um über 8 Prozent. Getroffen von der Preislawine werden dadurch alle, am massivsten aber Personen mit kleinen Einkommen oder Pensionen.

Alle Prognosen weisen darauf hin, dass der Preisschub vor allem bei Lebensmitteln und Energie auch heuer weitergehen wird. Wenn aber die Inflationsrate so hoch bleibt wie zuletzt, dann wird selbst die jüngste recht kräftige Lohnrunde mit Erhöhungen von 3 bis fast 4 % verpuffen. Und weil die Teuerung vor allem Grundbedürfnisse betrifft, werden sich viele "Kleine" weniger leisten können als zuletzt. Die Bundesregierung sollte daher reagieren - und die Steuerreform von 2010 auf 2009 vorziehen. Auch wenn erst 2010 gewählt wird.

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