• 17.01.2008, 10:30:00
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Keine Heimat für die Zukunft

Mehr Theorie, weniger Pragmatismus ist gut für die Demokratie Peter Danich

Wien (OTS) - Die Zukunftswerkstätte der SPÖ stellte bekanntlich im
März des heurigen Jahres für immer ihren Betrieb ein. Aus Sicht der
Politischen Akademie der ÖVP ist das kein Grund zur Freude oder gar
zum Jubeln. Und auch kein Grund für hämische Kommentare. Im
Gegenteil: Das Aus für die Zukunftswerkstätte ist ein Grund zur
Sorge. Denn auch wenn man die Ausrichtung der Zukunftswerkstätte und
ihre inhaltlichen Positionen nicht teilt, so war die
Zukunftswerkstätte immerhin ein Raum für Diskussionen, für die
Debatte politischer Inhalte und Themen. Und davon kann es in unserer
Demokratie eigentlich nicht genug geben. Der freie Wettbewerb der
Meinungen und die Auseinandersetzung mit der Zukunft, das sind
Qualitätssiegel einer demokratischen Kultur.

Dass die SPÖ nun glaubt, der Kanzler reiche für ihre Zukunft, ist
ein fataler Irrtum. Das liegt nicht nur an der politischen Person
Alfred Gusenbauer, die keinerlei Reformagenda hat, das liegt auch
daran, dass sich Parteien laufend mit und an der Wirklichkeit messen
müssen. Und dafür sind politische Denkeinrichtungen der
unterschiedlichsten Art unverzichtbar. Sie sind, wir sehen das an der
Politischen Akademie, auch Kristallisationspunkte für den
interessierten politischen Nachwuchs. Für Menschen, die bereit sind,
Verantwortung zu übernehmen. Für eine Zukunft, der die SPÖ mit dem
Aus für die Zukunftswerkstätte eine Absage erteilt hat. Und natürlich
muss man offen sagen: Gerade eine Partei wie die SPÖ, die in
vergleichsweise kurzer Zeit vergleichsweise viele Kerninhalte über
Bord geworden hat - von gebrochenen Wahlversprechen soll hier gar
nicht die Rede sein -, wäre es überaus wichtig, sich mit politischen
Zukunftsfragen zu beschäftigen. Um endlich wieder eine klare Linie zu
finden, von der aus Politik gemacht werden kann statt der aktuell
praktizierten Streit- und Symbolpolitik, die keine Substanz hat und
unter der das gesamte Land leidet. In diesem Sinn: Sehr schade, dass
die Politische Akademie einen Mitbewerber im politischen Wettstreit
um Zukunft verloren hat. Wir bleiben am Ball und werden für aktuelle
Politikdebatten mehr denn je Heimat sein.

Lesen Sie mehr unter www.modernpolitics.at

Rückfragehinweis:
Politische Akademie der ÖVP
Dr. Christian Moser
Tel: 00431/81420-19
Mail: [email protected]

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