Zinggl zur Hofreitschule: Bald haben wir einen Ponyreitstall

Grüne: Ausgliederung zeigt keinerlei Verbesserung

Wien (OTS) - "Es ist schon erstaunlich, mit welcher Nonchalance ausgegliederte Staatsbetriebe Gelder in Millionenhöhe in den Sand setzen und selbstverständlich erwarten, dass die öffentliche Hand dafür aufkommt", kommentiert der Kultursprecher der Grünen Wolfgang Zinggl den Rohbericht des Rechnungshofes über die Spanische Hofreitschule. "Deren Geschäftsführung hat allein in den Jahren 2004 bis 2007 Abgänge von rund 10 Millionen Euro produziert und damit die gesamten Bareinlagen verprasst, die das Landwirtschaftsministerium von 2000 bis 2003 in den Betrieb eingebracht hat", konstatiert Zinggl und weiter: "Immerhin durfte Lebensminister Pröll im Oktober vergangenen Jahres dafür Schirmherr einer Schleppjagd mit 60 Reitern im Bundesgestüt Piber sein, bei der die Bayerischen Jagdhornbläser "Anjagd" in historischer Tracht "mit fröhlichen Jagdklängen" (Homepage der Reitschule) aufspielten.

Zinggl stellt sich die Frage, wer für die roten Zahlen der Hofreitschule gerade steht und bis zu welcher Höhe Verluste aus dem Bundesbudget ausgeglichen werden können. Jeder Euro aus dem Staatshaushalt könnte nämlich für lebendige kulturelle Einrichtungen besser verwendet werden. Die Grünen werden dazu jedenfalls eine parlamentarische Anfrage einbringen. "Denn wenn in der Hofreitschule und im Gestüt Piber weiter nach dem Muster der Renaissancefürsten gewirtschaftet wird, wäre es sowohl für die Kultur als auch für die Tiere besser, den Betrieb in einen Streichelzoo mit Ponyreitstall zu verwandeln", so Zinggl.

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